Von Axel
Am Donnerstag,
den 26.2.2026
startete unser Condor-Flug DE 1478
von Frankfurt nach Teneriffa um 10:30 Uhr.
Der Service bei Condor erwies sich als
mangelhaft: die Gepäckaufgabe war recht kompliziert, obwohl „Fast
Baggage Drop“ genannt – wir irrten von Automat zu Automat, um
welche zu finden die einen Gepäckanhänger ausspuckten und dann das
Gepäck auch akzeptierten. Ohne den Einsatz verzweifelter Mitarbeiter
war das ganze nicht zu bewältigen. Alex mußte ihr Gepäck als
„Sperrgepäck“ aufgeben ( allerdings ohne extra Kosten ), weil
ihre Tasche vom Automaten gar nicht erkannt bzw. akzeptiert wurde.
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| Landeanflug auf Teneriffa |
Im Flieger erhielten wir dann von den bestellten 2
Snacks nur einen. Der Flieger startete mit einer halben Stunde
Verspätung, weil ein Techniker nicht rechtzeitig herbei kam um Öl
nachzufüllen, dank Rückenwind, der uns einen turbulenten Flug
bescherte, holten wir die Verspätung aber auf.
Auf Teneriffa erwartete uns erstmal blauer Himmel,
dann bei der über einstündigen Busfahrt ins Hotel Taoro Garden in
Puerto de la Cruz ging es überwiegend durch dunkle Wolken und es
regnete zeitweise. Die Einheimischen freuen sich über den Regen
sehr, denn die Regierung stand kurz davor Wasser zu rationieren nach
vergangenen Dürre-Perioden, wie uns unser Wanderführer Lolo später
bei der Begrüßung im Hotel erklärte. Seine Frau Franzi hatte uns
zuvor schon am Flughafen begrüßt, beide werden die Wanderreise hier
leiten und bis auf den ersten Tag stets zwei Wander-Varianten
anbieten: eine leichtere ( Kategorie 1-2 Stiefel ) und eine etwas
schwerere ( Kategorie 2-3 Stiefel ).
Der Verkehr auf der Autobahn war schlimmer als auf
dem Mainzer Ring, immer wieder kam es zum Stau.
Nach einer Begrüßungsrunde um 18:30 Uhr gab es dann
Abendessen im Hotel um 19:00 Uhr.
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| Puerto de la Cruz |
Am nächsten Tag starteten wir zu unserer ersten
Wanderung direkt vom Hotel aus um 09:15 Uhr, einer Eingeh- und
Orientierungstour, die uns zunächst hinunter nach Puerto de la Cruz
führte und durch die Altstadt, bevor wir mit Taxis eine viertel
Stunde lang nach Westen fuhren bis zu einem Aussichtspunkt an der
Küste.
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Wilde Brandung an der Küste von Puerto de la Cruz |
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Typischer Innenhof eines kanarischen Hauses |
Eine Küstenwanderung führte uns zurück nach Puerto de la
Cruz, durch Bananen-Plantagen, vorbei an den Ruinen der Casa
Hamilton, der 1903 erbauten ersten Dampfmaschinen-Halle auf den
Kanaren, mit dessen Kraft Süßwasser von einer Quelle dirket unten
am Strand hinauf zu den Plantagen gepumpt wurde, weiter zu dem
malerischen Stadtteil Punta Brava, wo auch unser Wanderführer-Ehepaar
wohnt, und wo wir in ein Restaurant direkt gegenüber dem Eingang des
Loro-Parks zur Mittagspause einkehrten.
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| Küstenwanderung |
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| Jungbananen |
Wir lernten, wie aufwendig der Anbau und die Ernte
von Bananen ist: jede einzelne Blüte wird, wenn verblüht,
abgeschnitten ( das trockene Ende an jeder Banane ), die Stauden
wiegen dann bis zu 50 kg und müssen mühsam aus den Plantagen
getragen und verladen werden.
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An der Küste westlich von Puerto de la Cruz |
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| Casa Hamilton |
Wir lernten noch viele andere interessante
Dinge, z.B. dass ein Drachenbaum kein Baum sondern ein Spargelgewächs
ist, und somit keine Baumringe ausbildet. Die Äste eines
Drachenbaums spalten sich alle 15 Jahre in zwei Äste auf, so dass
man das Alter des Gewächses abschätzen kann, indem man die
Verzweigungen am längsten Ast zählt.
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| Kanaren-Wolfsmilch |
Wir sahen Kanaren-Wolfsmilch wachsen an der
Steilküste und lernten, dass man den Saft dieser Pflanze zum
Fischfang verwendete: man warf Stücke in Bassins, in denen Fische
nach Einsetzen der Ebbe zurückgeblieben waren, um deren
Beweglichkeit zu hemmen und sie somit leicht fangen zu können.
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| Ziegenkäse mit Honig und Mandeln |
Zum Mittagessen gab
es jede Menge
leckerer Tappas und dazu natürlich erfrischende Getränke. Der
weitere Weg nach Puerto de la Cruz war nun nicht mehr weit.
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| Tapas mit Calamri und Kartoffeln |
Am Abend lauschten wir einem Vortrag von Lolo
über Wale in der
Bar Terraza Taoro unweit
des Hotels, während wir Bier und kleine Gerichte zum Abendessen
genossen. Essen im Hotel gibt es bei dieser Wandertour nur an vier
Tagen, ansonsten sind Mittagessen in einheimischen Lokalen nach den
Wanderungen geplant, was
uns sehr gut gefällt, da das Essen im Hotel nicht unbedingt
herausrangend ist.