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Mittwoch, 28. Juni 2023

Eguisheim 2023 - die Zweite

 

23.06.2023-25.06.2023: Eguisheim

Von Alex

Und hier schließt sich nun der Kreis wieder bevor wir wieder in Mommenheim einlaufen werden.

Ein letzter Stopp in Eguisheim, diesem bildhübschen Örtchen im Elsaß, wo wir uns nochmals mit Timothy´s Bier eindecken und für die allerletzte Etappe rüsten werden.

 

Auf dem Saint-Leon-Square in Eguisheim

Wie immer hatten wir uns auf dem Stellplatz Des Trois Chateaux eingebucht und die Betreiberin, die u.a. sehr gut deutsch spricht, wusste noch, dass wir vor 5 Wochen bereits ihre Gäste waren.

In dem netten Restaurant A la Ville de Nancy am Eingang zur Altstadt gab es mal wieder ein richtig gutes Abendessen, nachdem wir die letzte Woche darauf verzichtet hatten.

Samstag, 27. Mai 2023

Eguisheim im Elsass 2023

 

21.05.2023-24.05.2023: Eguisheim-Elsaß

von Alex

Nachdem wir nun beide erfolgreich unsere Zahnarzttermine abgearbeitet haben und Axel erst wieder im Juli vorstellig werden muss, packten wir erneut unser WoMo und zogen los gen Frankreich.

Unser Stellplatz 2023
in Eguisheim

Unser erstes Ziel sollte zwar die BUGA in Mannheim werden, aber da dort z.Z. keine Stellplätze zu ergattern sind, lenkten wir unsere vier Räder Richtung Elsaß, wo wir wieder in dem zauberhaften Ort Eguisheim Station machten. Einerseits natürlich um nochmals die herrliche Altstadt  zu bewundern, andererseits aber auch um bei Timothy's Le Brasseur du Pape das neue stout beer zu kosten.

Nachdem wir es uns also auf einem super Standplatz bei Les Trois Châteaux gemütlich gemacht hatten, marschierten wir los in die Altstadt, wobei wir wieder die zahlreichen Storchenpaare bei der Aufzucht ihrer Jungvögel bestaunten. Leider hatte Eguisheim's first microbrewery an diesem Sonntag geschlossen, aber Helene öffnet dennoch und nahm das mitgebrachte Rheinhessenbräu freudig entgegen. Alles Weitere verschoben wir auf den nächsten Tag.

Wir aßen im Lokal Kas'Fratz einen warmen Munsterkäse und eine Tartes Flambees mit Bleu des Vosges (Blauschimmelkäse), beides war lecker, und verbrachten den restlichen Abend friedlich auf dem Campingplatz.

Der zweite Tag diente in erster Linie dazu uns auszuruhen, den Ort zu besichtigen, Bier einzukaufen und Grillgut zu besorgen. Da Timothy´s microbrewery heute Ruhetag hatte und wir nicht schon wieder stören wollten, besorgten wir uns in der Metzgerei neben lecker Bratwürstchen und Schweinesteak einige Flaschen Bier für den Abend. 

Nachbau der Grotte von Lourdes
in Wettolsheim

 

Mit der übrigen Grillkohle weihten wir dann noch meine Reise-Wasserpfeife ein, was ein echter Genuss war.

Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück und dem Abwasch los zu einer kleinen Wanderung in der nähere Umgebung. Direkt hinter dem Campingplatz folgten wir dem Wanderweg „Grüner Kreis“ durch die Weinberge zur Burg Hagueneck und über die Chapelle des Bois in den Ort Wettolsheim. Hier konnten wir die Nachbildung der Grotte von Lourdes bestaunen. Die Nachbildung der Lourdes-Grotte (Grotte von Massabielle) ließ Mgr Schoepfer, Bischof aus Tarbes-Lourdes, an der Stelle seines Geburtshauses in Wettolsheim errichten, nachdem dieses am 10. August 1911 abgebrannt war.

Alex mit Bier von Timothys
 Die Grotte im Zentrum des Dorfes bildet den Rahmen für zahlreiche religiöse Feierlichkeiten.

 

Der "fliegende" Bischof von Eguisheim

Zurück in Eguisheim besuchten wir nochmals Helene und Timothy und erfuhren so von einem kleinen Wochenmarkt in Eguisheim, den wir dann auch noch besuchten, um uns mit frischem Obst und Pastete für das Abendessen einzudecken.

Später trafen wir auf dem Campingplatz dann nochmals Helene, Timothy und Hund Cooper, die dort ihr tolles Bier zum Kauf anboten. Da es die erste Veranstaltung dieser Art war, hielt sich der Andrang in Grenzen. Wir drücken den beiden die Daumen, dass die Veranstaltung in Zukunft mehr Zulauf hat!

Freitag, 19. Mai 2023

Edenkoben

 

08.05.2023-11.05.2023: Edenkoben

von Alex

Als Ziel für unsere 1. Ausfahrt mit dem neuen Wohnmobil haben wir uns Edenkoben an der südlichen Weinstraße ausgesucht.

Erster Stellplatz 2023 in Edenkoben

Leider haben wir aktuell nicht unbegrenzt Zeit, da wir beide einige notwendige Zahnarzttermine wahrnehmen müssen, und daher immer nur zwischen den Terminen kurzzeitig mit dem WoMo unterwegs sein können.

Blick aus dem WoMo in die
Weinberge

 

Aktuell stehen wir auf einem sehr schönen Stellplatz in Edenkoben bei dem Weingut Fitz-Schneider, direkt in den Weinbergen. Hier ist Platz für etwa 1 Dutzend WoMo´s, es gibt einen kleinen Sanitärbereich, Abwasser und Frischwasser und Chemiekloentleerung.

Lederstrumpf-Denkmal
in Edenkoben

Außerdem eine Vinothek und einen Weinkühlschrank für den Fall, dass die Vinothek geschlossen ist! Es ist also an Alles gedacht.

Edenkoben ist auch Ausgangspunkt für zahlreiche herrliche Wanderungen in dem Biosphärenreservat Pfälzer Wald und da das Wetter aktuell viel besser ist als vorhergesagt haben wir diese Wandermöglichkeiten auch gleich genutzt.

 

08.05.2023

Am Nachmittag unseres Anreisetages spazierten wir zunächst durch den Ort und die nahen Weinberge, um uns einen Überblick zu verschaffen. Danach gönnten wir uns eine leckere Flasche Merlo aus den Beständen unserer Gastgeber.

 

09.05.2023

Anderentags streiften wir am Vormittag durch den sehr hübschen Nachbar-Ort Rhodt mit einer sehr sehenswerten Altstadt mit vielen netten Einkehrmöglichkeiten und Geschäften.

In Rhodt

 

Nachdem Axel mittags dann seinen Notfalltermin beim Zahnarzt wahrgenommen hatte, ruhten wir uns im Eiscafe in Edenkoben bei Kaffee und Kuchen aus, um dann direkt im Anschluss eine kleine Tour nach St. Martin zu machen. 

Friedensdenkmal bei Edenkoben

 


Über die Ruine Kropsburg und das Friedensdenkmal gelangten wir dann wieder zurück nach Edenkoben, wo wir den Abend bei Wein und Flammkuchen in dem Weingut Winzergarten Teutsch -direkt gegenüber unseres Stellplatzes- verbrachten. Dabei kamen wir nett ins Gespräch mit einem Ehepaar aus Hamm, Sascha & Heike, die sich schließlich als unsere WoMo-Stellplatz-Nachbarn herausstellten. Der Abend klang aus in ihrem WoMo mit einem weiteren Fläschchen Wein und einigen Willies.

 

10.05.2023

Wieder war das Wetter deutlich besser, als der Wetterbericht uns glauben machen wollte und so brachen wir am späten Vormittag zu einer Wanderung in den Pfälzer Wald auf.

 

Blick von der Riedtburg

Mit dem Sessellift fuhren wir zur Ruine Rietburg, die eine schöne Gastwirtschaft beherbergt.

Da es zum Essen noch zu früh war begnügten wir uns mit einer Saftschorle und setzen unsere Wanderung kurze Zeit später fort.

Dem blau-gelben Wanderzeichen folgend erreichten wir zunächst den Ludwigsturm auf ca. 605 m Höhe. Der Ludwigsturm ist ein 15 Meter hoher Aussichtsturm aus Sandstein an der Südflanke des Gipfelplateaus des Blättersbergs.

Dann ging es weiter zur Edenkobener Hütte, wo wir am späteren Nachmittag im Garten bei Sonnenschein lecker Kuchen und Kaffee genossen. Als Rückweg wählten wir den Pfälzer Weinsteig, der uns recht direkt – wieder über das Friedensdenkmal- zurück nach Edenkoben brachte.

Ludwigsturm

 

 

Das Sieges- und Friedensdenkmal in Edenkoben wurde 1899 auf dem Werderberg zur Erinnerung an den Sieg im Krieg gegen Frankreich von 1870/71 errichtet.

Der Werderberg wurde gewählt, weil man von dort aus die Signale des Sieges über die Franzosen, die in Straßburg gegeben wurden, sehen konnte. Den Auftrag zur Errichtung gab Prinzregent Luitpold von Bayern.

Spargelessen im Pfälzer Hof

 Am Abend hatten wir Lust auf Spargel und besuchten den Pfälzer Hof, wo wir gut bedient wurden.

 

Montag, 6. Juni 2022

Eguisheim im Elsass

von Alex

Endlich war es wieder so weit: am Donnerstag, den 2. Juni 2022, brachen wir auf zu unserer zweiten WoMo-Tour dieses Jahr. Ziel diesmal: Fankreich. Und da Frankreich nicht gerade ein kleines Land ist, hangeln wir uns, wie könnte es auch für Rheinhessen anders sein, von Weinanbaugebiet zu Weinanbaugebiet! 

Unser Stellplatz in Eguisheim

 

Als ersten Standort wählten wir den Ort Eguisheim im Elsass, in der Nähe von Colmar, aus.

Axel hatte via Internet einen zauberhaften Stellplatz Trois Châteaux am Ortsrand direkt an den Weinbergen ausfindig gemacht. Der Platz ist übersichtlich, gut geführt und ruhig und verfügt über ausreichend und saubere Sanitäranlagen, Abwaschmöglichkeiten, Waschsalon und Versorgungsstation. Die Rezeption ist gut organisiert und die Empfangsdame spricht mal mindestens deutsch, englisch und natürlich französisch.

Nachdem wir uns aus drei möglichen Angeboten den schönsten Platz ausgesucht, das WoMo geparkt und den Strom angeschlossen hatten, machten wir einen ersten Stadtrundgang. Der Ort gilt seit 2003 als eines der schönsten Dörfer Frankreichs.

In den Gassen von Eguisheim

 

Das mittelalterliche Dorf zeichnet sich durch seine einzigartige Architektur und Häuseranordnung der Altstadt und seinen Blumenreichtum im Sommer aus.

Der Ort, der um seine Burg mit St.-Leo-Kapelle herum gebaut wurde, entfaltet sich nämlich in konzentrischen Kreisen. Man findet in diesem ursprünglichen Dorf viele herrliche und mit viel Liebe und Sachverstand restaurierte Fachwerkhäuser und die Kirche St. Peter und Paul aus dem frühen 19. Jahrhundert, in der sich u.a. eine denkmalgeschützte, hölzerne Schreinmadonna mit Kind aus dem 14. Jahrhundert befindet. 

Storchennest in Eguisheim

 

Auf unserem Rundgang entdeckten wir weiterhin zahllose Weingüter und Restaurants, kleine, feine Geschäfte – u.a. ein tolles Käsegeschäft, dessen Käseangebot eindeutig lecker, aber auch ausgesprochen teuer ist - und jede Menge Storchennester. Eguisheim ist soszusagen eine Storchenkolonie und beherbergt aktuell zahlreiche Storchenfamilien mit Nachwuchs.

Auch eine kleine Privatbrauerei findet man in dem zauberhaften Ort, die von einem US Amerikaner und seiner Ehefrau geführt wird. Die Biere haben so klangvolle Namen wie Yankee, Blondie, The Boss und dahinter verbergen sich ganz eigene Geschichten. So zeigt das Label der Sorte Yankee einen alten US-Militär-Jeep, der aus dem zweiten Weltkrieg stammt und noch fahrbereit im Hof der Brauerei auf Rundfahrten mit interessierten Gästen wartet.

Den Tag ließen wir mit elsässischem Essen und Wein in einer kleinen Winstub Caveaux Heuhaus in der Altstadt ausklingen. Dabei probierten wir natürlich auch Elsässiche Weine – Riesling, Pinot Gris und Pinot Noir Rose – die sofort überzeugten !

Colmar

 

Der zweite Tag stand bei schönem Frühsommerwetter im Zeichen einer Radtour nach Colmar, welches nur rund 8 km entfernt von Eguisheim liegt.

Dort angekommen stellten wir die Räder im Parc du Champ de Mars ab und schlenderten durch die hiesige und sehr sehenswerte Altstadt. Besonderheit hier ist das Viertel La Petite Venise, das von dem Fluss Lauch durchzogen ist und u.a. ein 2. Sterne Restaurant beheimatet. Viele der dortigen Wohnhäuser und Restaurants verfügen über sehr gemütliche Freisitze direkt am Fluss, die wir auf einer kleinen Bootstour mit einer Art Langkahn bestaunen konnten.

Erker am "Kopfhaus" in Colmar

 

Wir besuchten die Markthalle und gönnten uns einen kleinen Imbiss direkt an der Stiftskirche St. Martin. Es gab Quiche Lorraine, Rösti mit Munsterkäse und dazu einen Crémant d'Alsace, die Antwort des Elsass auf den Champagner.

Klein Venedig in Colmar

 

Wir deckten uns noch mit einem Pinot Noir und einem Baguette ein, um dann am Abend vor umserem WoMo den sündhaft teuren Trüffelkäse zu verspeisen, den wir tags zuvor in Eguisheim gekauft hatten.

Am dritten Tag erkundeten wir die nähere Umgebung zu Fuß, obwohl es eigentlich viel zu heiß und schwül für eine Wanderung war.

Les Trois Chateaux

 

Axel hatte eine kleine Rundwanderung zu den drei Burgen ausgesucht, die auch unserem Campingplatz den Namen geben: Trois Châteaux. Die Gruppe besteht aus Dagsburg, Wahlenburg und Burg Weckmund. Der Weg dorthin führt durch die Weinberge und schattigen Wald der Vogesen, was nicht verhindern konnte, dass der Anstieg bei der schwülen Witterung recht schweißtreibend war. 

Bei den Drei Burgen

 

Wir folgten dem Rundweg „Vignoble et Chateaux“ ( 10.5 km, 370 hm, 3.5 Stunden ). Von oben genossen wir den Ausblick auf Eguisheim, Colmar und die weite Ebene bis hin zum Schwarzwald, der im Dunst schemenhaft zu erkennen war. Die anfängliche Bewölkung hatte sich aufgelöst und die Sonne schien, während wir die drei Burgen erkundeten, eine Mittagsvesper verspeisten und uns dann an den Abstieg über L’Abbaye de Marbach machten. Dort verloren wir die Markierung des Weges, die manchmal etwas sparsam verwendet wurde, die Orientierung für den Rückweg durch die Weinberge nach Eguisheim war aber nicht schwierig. 

Blick auf Eguisheim von den Drei Burgen

 

Den heutigen Pfingstsonntag verbrachten wir größtenteils in Ruhe auf dem Stellplatz. In der Nacht hatte es ein heftiges Gewitter und Platzregen gegeben und auch für den heutigen 05. Juni war sehr wechselhafte Witterung gemeldet. So suchten wir in aller Gemütlichkeit das Ziel für die nächsten Tage aus und verfassten den Text für den blog, wobei wir tatsächlich immer wieder nach drinnen fliehen mussten, denn das Wetter wechselte zwischen Wolkenbruch und Sonnenschein beinahe im Minutentakt.

Gegen Abend statteten wir Helen und Timothy in ihrer Craft Brewery noch einen Besuch ab, schlürften ein Big Sur - ein Triple Strong Ale – und nahmen für die Reise ein Sixpack der leckeren, ausschließlich von Hand gemachten, Gerstensäfte mit.

Den heutigen Abschluss bildete ein Abendessen im Caveau d´Eguisheim, ein traditionelles Restaurant mit vielen leckeren heimischen Spezialitäten und hervorragenden Weinen von den hiesigen Winzern.