23.06.2026 – 26.06.2026
Von Axel
Über
Oranienburg ging es nach Berlin, wo wir am Donnerstag Freunde besuchen wollten,
die wir auf Teneriffa kennengelernt hatten.
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| Unser Stellplatz in Oranienburg |
In
Oranienburg standen wir einen Tag am Hafen auf einem hübschen Wohnmobil-Stellplatz
mit allseits präsentem und hilfsbereitem Hafenmeister, direkt an der Havel.
Abends, nachdem die schlimmste Hitze abgeklungen war, spazierten wir ein Stück
an der Havel entlang am Schloss vorbei in die Innenstadt. Das Schloss
Oranienburg wurde von der aus den Niederlanden stammenden Kurfürstin Louise Henriette
von Oranien 1651 in Auftrag gegeben und vier Jahre später fertiggestellt. So
kam Oranienburg zu seinem Namen.
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| Schiffchen auf der Havel |
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| Schloss Oranienburg |
Im
griechischen Restaurant „Kreta“ unter schattigen Bäumen aßen wir zu Abend und
wurden dabei ordentlich mit Ouzo und noch einer griechischen Süßspeise
versorgt, die aus gebackenem Hefeteig in Honig und Zimt bestand.
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| Unser Stellplatz in Berlin |
Am
nächsten Tag ging es dann am Morgen weiter nach Berlin zur „Wohnmobil-Oase“, verkehrsgünstig
gelegen an der S-Bahn-Station Gesundbrunnen zwischen Wedding und Prenzlauer
Berg. Wir zahlten dort für zwei Nächte 85 Euro inklusive 6-Ampere-Strom. Der
Stellplatz war nicht so eng wie der in Kopenhagen und wir konnten Tisch und
Stühle neben dem Wohnmobil aufbauen, für das wir glücklicherweise einen der
wenigen schattigen Plätze ergattert hatten. Die Temperaturen stiegen an diesem
und dem kommenden Tag auf gut 34 Grad.
Die
„Wohnmobil-Oase“ lag in einem türkischen oder orientalischen Viertel, wie ich
an den vielen kleinen Läden erkennen konnte, als ich einmal eine Runde um den
Block drehte, um Brötchen zu besorgen.
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| Am Brandenburger Tor |
Am
Nachmittag fuhren wir dann mit der S-Bahn zum Brandenburger Tor und spazierten
überwiegend durch Baustellen am Reichstag und Kanzleramt vorbei zum Spreeufer,
dann dem Spreebogen folgend bis zum Bahnhof Friedrichstrasse, wo wir am
gegenüberliegenden Spreeufer in der Restaurantmeile am Schiffsbauerdamm das
Traditionslokal „Ständige Vertretung“ (STÄV) fanden, wo wir zu Kölsch und
Currywurst einkehrten. Hier gibt es neben dem Berliner Klassiker rheinische
Gerichte ( z.B. Himmel und Ääd ) und im Innenraum hingen zahlreiche Fotos prominenter
Politiker, die dort wohl regelmäßig zu Gast sind.
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Dem deutschen Volke
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| Am Kanzleramt |
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| Am Spreebogen |
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| Abendessen in Berlin |
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| In der StäV |
Gestärkt
spazierten wir weiter an der Spree entlang und querten vor der Museumsinsel
rüber zur Humboldt-Universität Unter den Linden. Wir schafften es noch bis zur
U-Bahn-Station Museumsinsel hinter der Alten Wache, bevor wir mit U- und S-Bahn
die Rückreise zur „Wohnmobil-Oase“ antraten.
Dort
standen wir vor verschlossenen Toren. Ich hatte beim Abendessen schon einen
unfreundlichen Anruf erhalten, da wir an der Rezeption nicht eingecheckt und
somit keinen Schlüssel bekommen hatten. Die Rezeption in einem der Container
hatte ich bei der Ankunft übersehen und da wir schon elektronisch eingecheckt
und eine Platznummer zugewiesen bekommen hatten war für uns auch nicht
ersichtlich gewesen, dass ein Einchecken vor Ort nochmal notwendig ist.
Wir
mußten also ein paar Minuten warten bis uns ein freundlicher Mit-Camper vor dem
Tor entdeckte und uns hereinließ.
Von Alex
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| Liebfrauenkirche |
Der
folgende Tag begann mit einem Frühstück im Garten unserer zwei Berliner Freunde
Bernd und Willi. Willi der Gärtner, hat dort ein kleines Paradies aus
bekannten, aber auch eher seltenen Blumen, Stauden und Bäumen geschaffen, wo wir
uns gerne im Schatten niederließen und uns die frischen Brötchen und einen
Quitten-Birnen Secco schmecken ließen.
Bernd
hatte noch einen jungen Mann aus Guinea mitgebracht, der ursprünglich in Bayern
zu Hause ist, aber auf die Botschaft in Berlin musste, um ein Dokument abzuholen,
das er für seine Ausbildung benötigt. Willi und Bernd hatten sich daher bereit
erklärt, dem jungen Mann zu helfen, ihn also zur Botschaft zu begleiten und ihn
für die Zeit zu beherbergen. Am Nachmittag fuhr der Gast dann bereits wieder
mit dem Zug zurück nach Süddeutschland.
Bis
dahin unternahm Willi mit uns einen Streifzug durch die Berliner Innenstadt.
Mit Bus und Bahn ging es zunächst bis Kurfürstendamm. Von da spazierten wir bei
knackigen 35 Grad zur Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche auf dem Breitscheidplatz,
immer möglichst im Schatten bleibend!!, die im zweiten Weltkrieg fast
vollständig zerstört wurde. Nur der Kirchturm ohne Dach und einige wunderschöne
Mosaike sind noch vorhanden. Nach einem Streit um den Wiederaufbau einigte man
sich darauf das Kirchenschiff abzureißen und nur den Turm als Mahnmal gegen den
Krieg stehen zu lassen. Daneben steht heute eine moderne Version der Gedächtniskirche
mit blauen Fenstern und einer modernen Orgel. Ansonsten ist sie recht
spartanisch eingerichtet.
Der
Breitscheidplatz erlangte zudem im Dezember 2016 auch eine traurige
Bekanntheit, als 13 Menschen durch einen islamistischen Terroranschlag getötet
wurden, als der Attentäter mit einem LKW in die Menschenmenge auf dem dortigen
Weihnachtsmarkt fuhr. Später wurde dieser Täter dann in Italien erschossen.
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| In der neuen Liebfrauenkirche |
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| Der "Wasserklops" |
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| Im Bikini-Haus |
Nach
einem kurzen Schlenker durch das Bikini Haus, einem Einkaufzentrum am Berliner
Zoo gelegen, erreichten wir das KDW. Der Name Bikini Haus leitet sich sowohl
von der ursprünglichen Nutzung zur Herstellung von Damenoberbekleidung ab, als
auch von der Eigenheit der baulichen Nutzung: die Geschäfte im 1. Erdgeschoss
und 1. Stock waren durch ein Luftgeschoss von den Produktionsstätten im
3. - 5. Stock getrennt: „oben watt, unten watt und inner Mitte nüscht“.
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| Im KdW |
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| Im KdW an der Austern-Bar |
Im
KDW legten wir erstmal eine Verschnaufpause ein und ließen uns an der
Austernbar leckere, frische Austern diverser Herkunft und ein passendes
Gläschen Weißwein schmecken. Da Willi ebenfalls ein Austernfan ist, war die
Entscheidung zugunsten der Austernbar schnell gefallen.
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| Der Berliner Dom |
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| Im Humboldt-Forum |
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| Erich's Lampen |
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St. Marienkirche und Berliner Fernsehturm |
Nach
dieser großartigen Pause fuhren wir mit der U-Bahn Richtung Humboldt Forum, wo
zu DDR-Zeiten der Palast der Republik, oder auch „Erichs Lampenladen“, stand, der
wegen Asbestbelastung unter großem Protest abgerissen werden mussten. Der
Palast der Republik stand auf einem großen Teil des Geländes des ehemaligen
Berliner Schlosses, das die SED 1950 trotz zahlreicher Proteste aus dem Ausland
sprengen ließ. Der Palast war seinerzeit Sitz der DDR Volkskammer. Nach seinem
Abriss wurde das Berliner Schloss wieder aufgebaut und wird seitdem vom
Humboldt Forum genutzt. In einem Laden dort kann man noch Original-Lampen aus „Erichs
Lampenladen“ für etwa 3.800 € erwerben.
Den
Dom, das Rote Rathaus und den Alexander Platz ließen wir natürlich auch nicht
aus, waren uns dann aber einig, dass es Zeit für den Biergarten war. Bernd
hatte seinen Schützling bereits am Bahnhof abgeliefert und so fuhren wir
abermals U-Bahn zum Hauptbahnhof im Regierungsviertel, wo wir hinter dem
Kanzleramt im Biergarten Zollpackhof einkehrten und gemeinsam auf den
herrlichen Tag und Willis großartige Führungskünste anstießen.
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| Das rote Rathaus |
Wir
verabredeten noch, dass wir uns ggf. im kommenden Jahr wieder zu einer
Wandertour auf den Kanaren treffen wollen, denn wir hatten uns ja bei einer
Wanderwoche auf Teneriffa kennengelernt!