Donnerstag, 14. Mai 2026

Hirtshals

 

11.05.2026 – 14.05.2026

Von Alex

Der Campingplatz ist wieder mal richtig prima; vor uns das Meer, neben uns auf den Dünen ein Leuchtturm, der nachts sein Licht übers Meer schickt und auf der anderen Seite der doch recht große Hafen von Hirthshals, wo nicht nur Fähren von und nach Norwegen anlegen, sondern auch noch aktiv Fischerei betrieben wird. Ansonsten ist der Ort recht beschaulich und ruhig, einige Geschäfte Supermärkte und Restaurants sichern einem als Camper das Überleben. Außerdem bietet er einige Wander- und Radrouten durch das Umland und an der Küste entlang.

Campingplatz in Hirtshals

 

Da wir für heute keinen weiteren Unternehmungsbedarf hatten, brutzelten wir uns das mitgebrachte Gemüse und holten uns noch ein Gericht vom Thai, der auf dem Campingplatz einen Foodtruck betreibt. Am Abend bestaunten wir wieder den Sonnenuntergang, der allerdings nicht ganz so schön ausfiel wie der am Bulbjerg.

Sonnenuntergang in Hirtshals

 

Obwohl die Wettervorhersagen hier fast jeden Tag nichts Gutes verheißen, schien am Morgen dennoch die Sonne vom blauen Himmel, auch wenn es dabei nach wie vor kalt war. 

Ausblick vom Leuchtturm in Hirtshals

 

Wir erkundeten ausgiebig den Ort und den Hafen, nachdem wir dem Leuchtturm einen Besuch abgestattet hatten und natürlich hinaufgeklettert waren, um die heute tolle Aussicht zu genießen, und aßen am Hafen im Fiskehus Muschelsuppe und Fischplatte und - obwohl Bier hier echt teuer ist, zumindest das mit Alkohol - genehmigte sich Axel ein Tuborg 0,5 l für rund 10 €!

Im Hafen von Hirtshals

 

Meerjungfrau von Hirtshals

 
Mittagessen im Fiskehus

Zurück auf dem Campingplatz war waschen angesagt. Wir füllten gleich zwei Maschinen, denn für fast 3 Monate reicht die mitgeführte Kleidung dann doch nicht. So konnten wir gegen Abend den Stauraum wieder mit frischer Wäsche füllen. Zum Abendessen gab es Reste von gestern und ein weiteres leckeres Gericht vom Thai-Truck und danach Bilder von unserer bisherigen Reise. Da der Wind aufgefrischt und es sich zudem bewölkt hatte, war der Sonnenuntergang heute nicht zu sehen und wir ersparten uns den Gang ins Kalte.

Wir hatten gleich am Ankunftstag entschieden, dass wir eine kleine Pause einlegen wollten und unseren Aufenthalt von zwei auf drei Tage verlängert.


Auf dem Wanderweg in Hirtshals

 

 Und so hatten wir noch den Mittwoch, um eine der kleinen Wandertouren zu gehen, die hier rund um den Campingplatz ausgeschildert waren. Wir wählten den Rundweg von rund 9 km, der zunächst wieder durch den Hafen und den Ort, dann durch zwei kleine Parks und ein kleines Waldgebiet führte. 

 

Bunkeranlagen unterhalb des Leuchtturms

Danach erreichten wir wieder die Küste und die Bunkeranlagen, die hier im zweiten Weltkrieg gebaut wurden. Wir passierten den weißen Leuchtturm und erreichten um 13:00 Uhr wieder den Campingplatz. Nach einer kurzen Pause schlenderten wir in den Ort, um im Restaurant Lilleheden ein spätes Mittagessen zu genießen. Danach unternahmen wir noch einen Verdauungsspaziergang zum Oceanarium und durch den Hafen zurück zum Campingplatz.

Montag, 11. Mai 2026

Bulbjerg

 

10.05.2025 – 11.05.2026

Von Axel

Nachdem ich den horrenden Preis von 60 € für unseren Stellplatz auf dem Campingplatz in Thisted bezahlt hatte fuhren wir zum nahe gelegenen Bulbjerg an der Skagerrak-Küste, einem 47 Meter aufragenden Kalkfelsen mit einem Bunker obenauf, der im 2. Weltkrieg zu Hitlers Altantik-Wall gehörte. Der Felsen dient heute einer Kolonie Dreizehen-Möwen als Brutplatz. 250 Stufen führten hinunter an den Strand und wir wanderten zu dem Örtchen Lidl Strand, das wir von oben schon gesehen hatten und das etwa 4 Kilometer entfernt liegt. Zuerst wanderten wir am Strand entlang, wo viele Seesterne angespült worden waren, dann hinter den Dünen auf einem bequemen Pfad bis zu den paar Häusern des kleinen Ortes und dem dahinter liegenden Strand, auf dem ebenfalls Bunkerreste zu sehen waren und ein einzelnes Fischerboot; diese werden hier noch per Seil auf den Strand gezogen, einen richtigen Hafen gibt es nicht.

Unser Stellplatz auf dem Bulbjerg


 
Blick vom Bulbjerg

Wir bekamen Hunger und Alex machte eine Fisch-Räucherei ausfindig, zu der wir sogleich unsere Schritte lenkten und uns Brodje mit geräucherter Makrele oder Fisch-Frikadelle besorgten, dazu ein frisches Pilz. So gestärkt wanderten wir zurück zum Bulbjerg, schon von weitem konnten wir unser Wohnmobil oben auf dem Parkplatz stehen sehen. Wir beschlossen spontan, hier einfach eine Nacht zu verbringen und stellten fest, dass dies nach vier Jahren das erste Mal ist, dass wir nicht auf einem Wohnmobil- oder Campingplatz übernachten.

 

Angeschwemmter Seestern

Der Kalkfelsen vom Bulbjerg

Fischerboot bei Lidl Strand

 

Mittagessen 
bei der Fisk Rogerie 
in Lidl Strand

Zurück im Wohnmobil kochten wir erstmal Kaffee, später gab es dann die Reste vom gestrigen Abendessen und Salat. Wir sahen uns den Sonnenuntergang an, die Hoffnung auf einen tollen Sternenhimmel wurde leider durch Wolken vereitelt (Alex erspähte in der Nacht dann aber doch noch einige sehr helle Sterne, einen Satelliten und eine Sternschnuppe). Es blies ein heftiger Sturm und wir haderten schon mit uns, ob wir unseren tollen Aussichtspunkt verlassen und weiter unten hinter den Dünen parken sollten, blieben aber dort stehen und schliefen dennoch recht passable diese Nacht. Irgendwann hörte der Sturm dann auch auf am Wohnmobil zu rütteln.

Am nächsten Morgen, während einer Ranger die Toiletten hier reinigte (die sich nachts allerdings automatisch verriegelt hatten), frühstückten wir und unternahmen dann noch zwei kurze Strand-Spaziergänge auf beiden Seiten des Kalkfelsens. Es war nahezu windstill und die Sonne schien, aber es war frisch und bald zogen dunkle Wolken heran.

Schließlich brachen wir auf und fuhren weiter nach Nordosten Richtung Skagen, Ziel heute war Hirtshals. Zuvor bogen wir hinter Lokken von der Landstrasse ab und Alex lenkte das WoMo über schmale Sträßchen nach Norre Lyngby und auf einen großen Parkplatz ein paar Kilometer weiter, auf dem auch mehrere Wohnmobile standen und ein freundliches Schild Wohnmobilisten zum Bleiben ermunterte, denn es waren auch Toiletten und Müllcontainer vorhanden.

Sonnenuntergang am Bulbjerg

 
Leuchtturm von Rudjerg Knude

Wir wollten aber nur die zwanzigminütige Wanderung zum Leuchtturm von Rudjerg Knude machen, der zwischen riesigen Sanddünen hervorragte. Der 23 Meter hohe Turm wurde im Jahr 1900 in Betrieb genommen, dann aber von einer Wanderdüne „überrannt“ und fast vollständig verschüttet, weswegen der Betrieb 1968 eingestellt werden mußte, weil der Leuchtturm vom Meer aus nicht mehr zu sehen war. Am 22. Oktober 2019 wurde der Leuchtturm 70 Meter landeinwärts transportiert, nachdem man das Fundament ausgegraben und Schienen verlegt hatte. Mit einem Tempo von 12 Metern pro Stunde erreichte der Leuchtturm seine neue Position nach einem halben Tag.

Die Wanderdünen von Rudjerg Knude

 

Wir bestaunten die gewaltigen Sanddünen und die Aussicht von diesem 60 Meter hohen „Berg“ hier, die zu einer der schönsten in ganz Dänemark gehört.

Die Fahrt nach Hirtshals war nun nicht mehr lang und wir bezogen dort einen Stellplatz für drei Tage. Da das Christi-Himmelfahrt-Wochenende droht, haben wir auch für Skagen für Donnerstag bis Sonntag einen Stellplatz per E-Mail reserviert.

Leuchtturm von Hirtshals

 

Wir standen hier in zweiter Reihe, die Pool-Positions waren schon alle gebucht, konnten aber trotzdem zwischen den vor uns stehenden Wohnmobilen schön aufs Meer schauen, wo die Fähren von und nach Norwegen vorbei fahren und die Sonne gegen 21:30 Uhr ihren Untergang inszenierte.



Thisted

 

09.05.2026 – 10.05.2025

Von Alex

Eine weitere Etappe brachte uns heute in den Ort Thisted am Limfjord im Norden Jütlands. 

Mole von Hvide Sande

 
Seehund bei Hvide Sande

Zuvor waren wir in Hvide Sande noch mit dem WoMo zum Hafen gefahren, wo wir parkten, um in einem sehr gut sortierten SPAR einzukaufen (man muss immer was dabei haben, falls die Versorgungslage einmal eng werden sollte) und anschließend auf die Hafenmole zu spazieren, von wo aus man einen ganz guten Blick in den Hafen hatte. Axel entdeckte dabei hunderte Quallen im Wasser und ich einen Seehund. Da wir einen sehr guten Parkplatz im Hafen hatten, was mit einem 7 Meter Fahrzeug nicht immer so einfach ist, beschlossen wir die hiesige Brauerei aufzusuchen für ein dort gebrautes Bierchen und ein frühen Mittags-Snack.

Hafen von Hvide Sande

 
Unser Stellplatz am Limfjord

Dann ging es weiter Richtung Norden und in Thisted angekommen parkten wir unser WoMo auf einem wenig belegten Campingplatz direkt am Limfjord. Die Stadt selbst interessierte uns jetzt nicht so sehr, so dass wir am Nachmittag nur einen kleinen Spaziergang am Fjord entlang machten und am Abend lecker Nudelauflauf in unserem Omnia Backöfchen köchelten.

Am Limfjord