21.06.2026 – 23.06.2026
Von Alex
Ihr habt noch nicht von Bad Wilsnack gehört? Wir schon!
Wir waren nämlich 2014 schon mal in diesem Ort, und zwar wegen seiner tollen Therme mit Salzsee.
Ich hatte beschlossen, dass ich einen Wellness-Tag mit Massage, viel warmen Wasser und Ruhe gut gebrauchen könnte, weswegen wir auf dem Weg nach Berlin diesen Zwischenstopp einplanten.
Da die Fahrtzeit nur etwas mehr als eine Stunde betrug, parkten wir das WoMo zunächst am Bärenwald Müritz, um uns diese Auffangstation und die dort lebenden Bären näher anzuschauen.
| Rocco der "Buddelbär" |
Es handelt sich um ein riesiges Waldstück, in dem einige sehr große Bereiche abgetrennt wurden, die den Bären als Lebensraum dienen, entweder einzeln oder auch schon mal als Pärchen. Diese Station geht auf die Tierschutzorganisation Vier Pfoten zurück, die sich zum Ziel gesetzt hat, streunenden Hunden, aber auch Bären und Großkatzen in Not eine neue Heimat zu bieten. Hier im Bärenpark Müritz leben zur Zeit 11 Braunbären mit unterschiedlichen, aber stets traurigen Schicksalen. Einige Bären wurde aus Osteuropa aus miserabler, privater Haltung, aus Zirkussen oder Tierparks herausgeholt. Die meisten von ihnen vegetierten in engen Käfigen vor sich hin und waren weder medizinisch versorgt noch bekamen sie ausreichend und artgerechtes Futter. Hier im Bärenpark blühten sie auf und können nun leben wie Bären eben leben: baden im Teich, klettern auf Bäume oder buddeln in der Erde. Wir trafen z.B. Braunbär Rocco, der bereits ein beachtliches Loch im weichen Waldboden gegraben hatte. Ein anderer Bär war damit beschäftig den Waldboden mit seiner Schnauze zu durchpflügen, auf der Suche nach Nahrung. Augenscheinlich ging es den Tieren hier sehr gut und wir waren froh, diese Einrichtung mit unserem Eintrittsgeld und einer kleinen Spende unterstützt zu haben.
Mittagessen gab's an der Bude eines Anglervereins, wo wir Brötchen mit geräuchertem Fisch oder Camenbert bekamen. Von dort führte ein Wanderweg ins Tal der Eisvögel, wo wir allerdings keine Eisvögel zu Gesicht bekamen.
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| Unser Stellplatz in Bad Wilsnack |
| Gradierwerk an der Therme |
Dann steuerten wir den Wohnmobilstellplatz an der Kristall-Therme in Bad Wilsnack an, der nur mäßig belegt war und wo wir sofort einen geeigneten Platz fanden. An der Kasse der Therme entrichteten wir unsere Stellplatzgebühr von 17 € pro Nacht, plus 3 € Kurtaxe; inkl. Toilette und Dusche; Strom war für 1 € die kwH zu haben. Vor 12 Jahren kostete der Platz noch 13,50€ pro Nacht und der Eintritt in die Therme betrug seinerzeit 27 €, wobei wir als Stellplatznutzer 5 € Rabatt erhielten! Diesmal mussten wir 42 € pro Person zahlen und bekamen auch als Wohnmobillist keine Ermäßigung mehr-„So ein Scheiß“, um es mal mit den Worten von Kommissar Dupin zu formulieren.
| Lecker Flammkuchen ... |
| ... im Flammkuchenhaus |
Am Abend spazierten wir noch ein wenig durch Bad Wilsnack, das ganz offensichtlich eine Kureinrichtung für Knochengeschädigte ist, denn wir sahen fast ausschließlich Leute mit Krücken, Gehhilfen und Orthesen.
| Strassenzug in Bad Wilsnack |
| Kirche in Bad Wilsnack |
Im Flammkuchen-Haus im Zentrum des Ortes ließen wir uns insgesamt 3 Flammkuchen und einige Gläser Bier schmecken bevor wir es uns in unserer Schlafkoje im Wohnmobil gemütlich machten.
Am folgenden Tag frühstückten wir gleich um 9 Uhr in der Therme und kauften anschließend zwei Tageskarten und buchten einen Massagetermin für mich.
| Sonnenuntergang in Bad Wilsnack |
Den Tag verbrachten wir dann mit saunieren, Themalbad baden und im Salzsee dümpeln, der aus einer 24% Salzsole besteht. In der Mitte des Sees ragt ein hohes rundes Gradierwerk auf, um das herum man seine Runden ziehen kann; von schwimmen kann man bei dem Salzgehalt nicht reden und man ist gut beraten, sich ein Schwimmkissen in den Nacken zu klemmen und sich einfach auf dem Rücken liegend treiben zu lassen. Brustschwimmen ist praktisch unmöglich !
Nach zahlreichen Aufgüssen und Schwimmrunden beendeten wir den Besuch mit einem kleinen Abendimbiss im Sauna-Bistro, um dann völlig entspannt in die Koje zu fallen- ich zumindest!
Von Axel
Ich auch!
