08.06.2026 – 11.06.2026
Von Axel
Deutschland hat uns wieder ! Unsere erste Station war Flensburg, wo wir einen Stellplatz auf einem Campingplatz 6,5 km südlich von Flensburg bezogen. Gleich daneben gab es einen EDEKA-Markt und einen Erdbeer-Stand, so dass die Versorgung gesichert war. Es gab auch einen Fahrradweg in die Stadt, den wir aber nicht nutzten, da das Wetter recht unbeständig war – die Schafskälte hatte Einzug gehalten in Europa. Wir bevorzugten den Bus, eine Haltestelle gab es direkt vor dem Campingplatz und die Fahrzeit betrug etwa 10 Minuten.
Am Abend kochten wir Kartoffelgratin mit Räucherlachs im Omnia, frischer Lachs war leider nicht zu kriegen, mit dem Räucherlachs schmeckte das aber auch ganz prima.
| Nordertor in Flensburg |
Am Dienstag fuhren wir dann morgens mit dem Bus in die Stadt und bummelten erstmal durch die Fussgängerzone und zur Roten Strasse, einer beschaulichen Meile in Flensburg mit alten Häusern, gemütlichen Innenhöfen, kleinen Geschäften und Cafes. Alex kaufte Lakritz und Tee ein, bevor wir uns in einem der kleinen Cafes niederließen. Dort gab es eine leckere Stracciatella-Himbeer-Torte, der wir nicht widerstehen konnten.
| Blick auf die Flensburger Förde |
Wir spazierten dann hinauf zum Museumsberg und durch die dortigen Parks und über den Alten Friedhof, auf dem Soldaten des Deutsch-Dänischen Krieges von 1864 liegen, in dessen Folge Flensburg den beiden deutschen Großmächten Preußen und Österreich zufiel.
Weiter ging es dann der Großen Straße und der Norderstrasse folgend zum Nordertor, dem Wahrzeichen von Flensburg.
| Am Museumshafen |
Dort bogen wir nach rechts ab und schlenderten dann am Westufer des Hafens entlang zurück Richtung Innenstadt. Am Museumshafen gab es viele alte restaurierte Schiffe und Jollen zu sehen und etwas weiter südlich der Salondampfer Alexandra, das letzte mit Kohle betriebene seetaugliche Passagierdampfschiff in Deutschland, gebaut 1908.
| Salondampfer Alexandra |
Zwischenzeitlich hatten sowohl Alex wie auch ich einen freien Friseurtermin ergattert; ich ließ mich bei einem türkischen Barber wieder herrichten und Alex hatte in einem netten kleinen Friseurladen in der Fußgängerzone Glück; eine Kundin hatte abgesagt.
Zwischenzeitlich schafften wir es zwei Plätze für eine Brauereiführung bei der Flensburger Brauerei zu buchen, weswegen wir später unseren Aufenthalt hier um einen Tag verlängerten.
| Endlich mal wieder unpaniertes Essen ! |
Abendessen gab es in der Hansens-Brauerei, auf das wir uns schon sehr gefreut haben: endlich mal wieder vernünftiges unpaniertes Essen zu vernünftigen Preisen, dazu frisches Bier.
Später ging es dann mit dem Bus zurück zum Campingplatz und am nächsten Morgen wieder in die Stadt. Diesmal spazierten wir am Ostufer des Hafens entlang über die neu gestaltete Hafenpromenade ( am Westufer ist noch einiges zu tun, aber offensichtlich fehlt momentan das Geld ), bogen dann nach rechts ab und spazierten in den Volkspark und zum Wasserturm, der über eine Aussichtsplattform verfügt. Die Aussicht war nicht ganz so überragend, aber die Informationen des netten Mitarbeiters vom Wasserwerk schon, der uns etwas über die Wasserversorgung der Stadt Flensburg erzählte und uns sogar das leckere Trinkwasser probieren ließ.
| Westufer des Flensburger Hafens |
Zurück an der Hafenpromenade besorgten wir uns zwei Fischbrötchen und machten dann noch einen schnellen Abstecher ins Kapitänsviertel, bevor wir die Brauerei ansteuerten, die ca. 300 m hinter der Roten Strasse zu finden ist.
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| Wasserturm im Volkspark |
Um 14:00 Uhr begann die Tour, die insgesamt drei Stunden dauern sollte. Wir bekamen zunächst einen Film zu sehen und dann Audiogeräte ausgehändigt, mit denen wir Lea, unseren Guide, jederzeit und überall hören konnten. Die eigentliche Tour durch die Brauerei dauerte etwa eine und eine viertel Stunde, danach ging es in eine Gaststube, wo eine herzhafte Brotzeit bereit stand und wir uns durch sämtliche Biersorten der Flensburger Brauerei durchprobieren konnten, inklusive dem Gletscherwasser, das die Brauerei direkt aus zwei darunter liegenden Brunnen beziehen kann, und das laut Aussage von Lea noch 150 Jahre reichen sollte.
Zuvor mußten wir aber einige Treppen laufen, den Ausführungen von Lea aufmerksam lauschen und Temperaturunterschiede von 35 Grad im Sudhaus bis 4 Grad im Keller aushalten. Abschließend ging es in die riesige Halle mit den Abfüllstrassen, in denen vom Auspacken der zurückkommenden Pfandflaschen über Reinigung und Qualitätskontrolle bis hin zum Abfüllen, Verschließen und Verpacken alles weitgehend automatisch abläuft. Da die Flensburger Brauerei ihr Bier ja in Bügelverschlussflaschen ausliefert ist das Handling der Flaschen komplizierter als in anderen Brauereien, dafür geht dem Genuss eines Flensburger Bieres immer der legendäre plop! voraus.
| Sud-Kessel in der Flensburger Brauerei |
Bei der anschließenden Bierprobe versuchten wir uns als Gruppe auch darin auf Kommando von Lea synchron unsere Flasche ploppen zu lassen, was recht gut gelang.
Nach dem hellen Bier probierte ich das Weizenbier, das in Deutschland gar nicht zu haben ist, außer in einer bestimmten Bar am Hamburger Flughafen, weil die komplette Produktion nach China exportiert wird. Weiterhin sehr lecker waren das Dunkelbier, das Strand-Lager mit 6,2 % Alkohol und natürlich das Kellerbier, das so heißt, weil es direkt aus dem Keller kommt und nicht noch gefiltert werden muss. Die anderen Biere werden mit Kieselgur gefiltert, ein weiches Sedimentgestein geringer Dichte, das hauptsächlich aus den Schalen fossiler Kieselalgen besteht.
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| A-Team bei der Bierprobe, frisch frisiert |
Um 17:00 Uhr wurden wir dann freundlich hinaus komplimentiert. Mehr Bier ging auch nicht rein, obwohl es noch einige Sorten zum Probieren gegeben hätte.
Wir waren trotzdem froh nicht mit den Fahrrädern unterwegs zu sein sondern uns vom Bus wohlbehalten zu unserem Campingplatz im Ortsteil Jarplund zurückbringen zu lassen.




