Freitag, 18. September 2026

Herbstwanderwochen 2026 – 7. Wanderung zu Porze-Hütte und Tilliacher Joch

 

Von Axel

12.9.2026

🔼 700 m 🔽700 m

 

Heute zur letzten Wanderung im Gailtal stiegen wir knapp 700 Höhenmeter auf vom Mühlboden bei Obertilliach zur Porzehütte ( 1942 m ) und weiter zum Tilliacher Joch ( 2084 m ).

Aufstieg zur Porzehütte

 

Zuerst wanderten wir etwa eine Stunde lang auf einer Forststrasse am Dorfer-Bach entlang, bis wir dann linker Hand auf den Wegen 19 und 18a den Aufstieg begannen zur Porzehütte, die wir in knapp drei Stunden Gehzeit erreichten. Wir ergatterten uns einen Platz an der Sonne und bestellten Getränke und Mittagessen, als es da gab Nudelsuppe, Käseknödel mit Kraut oder auch einen leckeren Schoko-Kirsch-Kuchen.

Porzehütte

 
Großglockner


Noch nicht ganz ausgelastet und neugierig auf die Aussicht stiegen wir dann weiter etwa dreißig Minuten lang weitere 150 Höhenmeter auf zum Tilliacher Joch und genossen von dort die Aussicht ins angrenzende Tal im Sü

Auf dem Tilliacher Joch

den und nach Norden hin nach Obertilliach und zu den Bergen dahinter bishin zum Großglockner. Zudem waren hier oben einige Stellungen aus dem 1. Weltkrieg zu besichtigen. Wanderer hatten uns auf der Porzehütte erzählt, dass man von hier die Drei Zinnen sehen kann und mein Freund und ich wanderten noch einige hundert Meter weiter auf dem Karnischen Höhenweg nach Osten. Wir sahen tatsächlich drei Zinne in südwestlicher Richtung, waren uns aber nicht ob das tatsächlich die Drei Zinnen waren.

Auf einem Radweg und der Forststrasse folgend stiegen wir anschließend ab zum Klapfsee und weiter zum Spielplatz ( Mühlboden ) unterhalb von Obertilliach, wo wir das Auto geparkt hatten.

Herbstwanderwochen 2026 – 6. Wanderung auf den Dorfberg

 

Von Axel

11.9.2026

🔼 690 m 🔽770 m

Von Leiten ( 1430 m ) stiegen wir auf ( Weg Nr. 49 ) zum Gailtaler Höhenweg, teilweise sehr steil, und wanderten weiter bis auf den Dorfberg ( 2115 m ), dessen Gipfel wir um 12:30 Uhr erreichten. Das Wetter war heute auf dem Weg der Besserung, anfangs kam auch hin und wieder die Sonne zum Vorschein, auf dem Gipfel waren wir allerdings von Wolken umzingelt. Während unserer kurzern Pause bekamen wir Gesellschaft von sechs Österreichern aus Süd-Kärnten, die uns erstmal mit Schnaps versorgten, um mich dann zu überreden, ein Gipfel-Foto von ihnen zu schießen.

Auf dem Weg zum Dorfberg

 

Immer noch 
auf dem Weg zum Dorfberg

 
Auf dem Dorfberg

Wir begannen dann den Abstieg und wanderten auf dem Gailtaler Höhenweg ( Weg Nr. 229 ) nach St. Oswald, das 2,5 Stunden vom Dorfberg entfernt liegt. Unterwegs trafen wir auf unsere Freunde, die uns von St. Oswald entgegen gekommen waren. Im Gasthaus Dorfberg genossen wir einen Drink und die Aussicht rüber nach Hollbruck und runter ins Pustertal, bevor wir dann auf dem beschaulichen Wiesenweg nach Kartitsch zurückkehrten. 

Auf dem Wiesenweg nach Kartitsch

     

Herbstwanderwochen 2026 – Regentage

 

Von Axel

9.9.2026 – 10.9.2026

Am Mittwoch, kam der erwartete Wetterumschwung mit Regen und Kälte. Wir fuhren mit dem Auto nach Sillian zu Loacker, um beim dortigen Werksverkauf Süßigkeiten einzukaufen. Einige hundert andere Touristen hatten dieselbe Idee gehabt, um den Regentag irgendwie zu nutzen.

Auf der Burg Heinfels

 

Danach ging’s zur Burg Heinfels, wo wir an einer Führung teilnahmen, die um 12:30 Uhr begann und gut zwei Stunden dauerte. Die Führung begann im südöstlichen Turm, folgte dann der östlichen Mauer, dann ging es über den Festplatz in den Burghof mit Zisterne und auf das Kapellendach, wo die Tour endete. Wir stiegen noch hinauf auf den Bergfried und genossen die Aussicht von der Westmauer aus auf Sillian.

Modell der Burg Heinfels

 

Anhand eines Modells wurde uns mittels Bauklötzern in Form der verschiedenen Teile der Burg sehr anschaulich erläutert, wie sich die Burg über die Jahre veränderte: vom ersten Turm bis zur ersten Mauer und einer Kapelle, die auf ein Wohnhaus obendrauf gesetzt wurde, bevor später dann ausserhalb der Mauern eine weitere Kapelle errichtet wurde.

Blick durch die Schießscharte

 

Burg Heinfels ist die größte Burganlage Osttirols. Erbaut wurde der erste Turm 1210. Nach jahrhunderte langem Verfall wurde sie von 2016 bis 2020 aufwendig saniert und mit Treppen und Stegen modernisiert, um sie für Besucher zugänglich zu machen. Dabei wurden einige Funde zu Tage gefördert wie eine Speerspitze aus der Steinzeit und römische Münzen und Schmuckstücke, aber auch 16 Skelette von Menschen aus dem 10. bis 12. Jahrhundert, die hier auf dem Hügel bestattet wurden.

Erhaltene Gemälde in der Burgkapelle

 

Die Zisterne im Burghof ist 6 m tief und fasst 90.000 Liter Regenwasser. Dieses wurde durch seitlich aufgehäufte Gesteinsschichten gefiltert.

Die Burg ist heute im Besitz der Firma Loacker.

Am Donnerstag fuhren wir auf der Pustertaler Strasse nach Südtirol zur Schaukäserei Drei Zinnen bei Toblach, wo wir um 10:00 Uhr an einer Führung teilnahmen. Durch Glaswände konnten wir die Produktion sehen, wie Molke in Wannen gepumpt wurde, in denen sich Formen befanden, in denen dann der Käse Gestalt annahm. Alle Formen mußten von fleißigen Mitarbeitern gewendet werden, später kamen die Käse-Leiber in ein Salzbad, noch später dann in die Reife-Kammer, die wir auch besichtigen konnten.

Käseproduktion

 

Später im Bistro bestellten wir dann eine Käse-Platte, um die verschiedenen Käsesorten zu probieren.

Stangenkäse im Käselager

 

Die Sennerei Drei Zinnen wird von 150 Milchbauern beliefert, die zusammen etwa 2500 Milchkühe halten. In der Hochsaison, im Frühjahr, liefern diese bis zu 40.000 Liter Milch.

 

Am Toblacher See

 

Anschließend fuhren wir noch zum Toblacher See und wanderten um diesen herum, bevor es dann nach Lienz ging zur Obstbrennerei Kuenz, wo wir um 15:00 Uhr an einer Führung teilnahmen. Uns wurde die Brennerei gezeigt sowie das Fass-Lager für Whisky, der hier immer wieder mit dem Klang einer Glocke beschallt wird, die die Whisky-Fässer in Vibrationen versetzt, so dass die Aromen des Fasses besser in den Whisky übergehen.

In der Obstbrennerei

 

Nach der Führung ging es dann in den „Schnapsgarten“, eine Probierstube, wo wie vier Schnäpse probieren konnten: den alkoholreduzierten „Unholde“, einen Himbeer-Likör, einen Gin und einen Whisky.

Whisky-Fässer mit Glocke zur Beschallung

 

Durch den ewigen Stau bei Lienz fuhren wir am Abend wieder zurück nach Kartitsch.