von Alex
Endlich war es wieder so weit: am Donnerstag, den 2. Juni 2022, brachen wir auf zu unserer zweiten WoMo-Tour dieses Jahr.
Ziel diesmal: Fankreich. Und da Frankreich nicht gerade ein kleines Land ist, hangeln wir uns, wie könnte es auch für Rheinhessen anders sein, von Weinanbaugebiet zu Weinanbaugebiet!
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Unser Stellplatz in Eguisheim
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Als
ersten Standort wählten wir den Ort Eguisheim im Elsass, in der Nähe von
Colmar, aus.
Axel
hatte via Internet einen zauberhaften Stellplatz Trois Châteaux am Ortsrand direkt an den Weinbergen ausfindig
gemacht. Der Platz ist übersichtlich, gut geführt und ruhig und verfügt über
ausreichend und saubere Sanitäranlagen, Abwaschmöglichkeiten, Waschsalon und
Versorgungsstation. Die Rezeption ist gut organisiert und die Empfangsdame
spricht mal mindestens deutsch, englisch und natürlich französisch.
Nachdem
wir uns aus drei möglichen Angeboten den schönsten Platz ausgesucht, das WoMo
geparkt und den Strom angeschlossen hatten, machten wir einen ersten
Stadtrundgang. Der Ort gilt seit 2003 als eines der schönsten Dörfer
Frankreichs.
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In den Gassen von Eguisheim
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Das
mittelalterliche Dorf zeichnet sich durch seine einzigartige Architektur und
Häuseranordnung der Altstadt und seinen Blumenreichtum im Sommer aus.
Der Ort,
der um seine Burg mit St.-Leo-Kapelle herum gebaut wurde, entfaltet sich nämlich
in konzentrischen Kreisen. Man findet in diesem ursprünglichen Dorf viele herrliche
und mit viel Liebe und Sachverstand restaurierte Fachwerkhäuser und die Kirche
St. Peter und Paul aus dem frühen 19. Jahrhundert, in der sich u.a. eine
denkmalgeschützte, hölzerne Schreinmadonna mit Kind aus dem 14. Jahrhundert
befindet.
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Storchennest in Eguisheim
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Auf
unserem Rundgang entdeckten wir weiterhin zahllose Weingüter und Restaurants,
kleine, feine Geschäfte – u.a. ein tolles Käsegeschäft, dessen Käseangebot
eindeutig lecker, aber auch ausgesprochen teuer ist - und jede Menge
Storchennester. Eguisheim ist soszusagen eine Storchenkolonie und beherbergt
aktuell zahlreiche Storchenfamilien mit Nachwuchs.
Auch
eine kleine Privatbrauerei findet man in dem zauberhaften Ort, die von einem US
Amerikaner und seiner Ehefrau geführt wird. Die Biere haben so klangvolle Namen
wie Yankee, Blondie, The Boss und
dahinter verbergen sich ganz eigene Geschichten. So zeigt das Label der Sorte Yankee einen alten US-Militär-Jeep, der
aus dem zweiten Weltkrieg stammt und noch fahrbereit im Hof der Brauerei auf
Rundfahrten mit interessierten Gästen wartet.
Den
Tag ließen wir mit elsässischem Essen und Wein in einer kleinen Winstub Caveaux Heuhaus in der Altstadt ausklingen.
Dabei probierten wir natürlich auch Elsässiche Weine – Riesling, Pinot Gris und
Pinot Noir Rose – die sofort überzeugten !
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| Colmar |
Der
zweite Tag stand bei schönem Frühsommerwetter im Zeichen einer Radtour nach
Colmar, welches nur rund 8 km entfernt von Eguisheim liegt.
Dort
angekommen stellten wir die Räder im Parc
du Champ de Mars ab und schlenderten durch die hiesige und sehr sehenswerte
Altstadt. Besonderheit hier ist das Viertel La Petite Venise, das von dem Fluss
Lauch durchzogen ist und u.a. ein 2.
Sterne Restaurant beheimatet. Viele der dortigen Wohnhäuser und Restaurants
verfügen über sehr gemütliche Freisitze direkt am Fluss, die wir auf einer kleinen
Bootstour mit einer Art Langkahn bestaunen konnten.
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Erker am "Kopfhaus" in Colmar
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Wir
besuchten die Markthalle und gönnten uns einen kleinen Imbiss direkt an der
Stiftskirche St. Martin. Es gab Quiche Lorraine, Rösti mit Munsterkäse und dazu
einen Crémant d'Alsace, die Antwort des Elsass auf den Champagner.
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Klein Venedig in Colmar
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Wir
deckten uns noch mit einem Pinot Noir und einem Baguette ein, um dann am Abend
vor umserem WoMo den sündhaft teuren Trüffelkäse zu verspeisen, den wir tags
zuvor in Eguisheim gekauft hatten.
Am
dritten Tag erkundeten wir die nähere Umgebung zu Fuß, obwohl es eigentlich
viel zu heiß und schwül für eine Wanderung war.
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Les Trois Chateaux
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Axel
hatte eine kleine Rundwanderung zu den drei Burgen ausgesucht, die auch unserem
Campingplatz den Namen geben: Trois Châteaux. Die Gruppe besteht aus Dagsburg,
Wahlenburg und Burg Weckmund. Der Weg dorthin führt durch die Weinberge und schattigen
Wald der Vogesen, was nicht verhindern konnte, dass der Anstieg bei der
schwülen Witterung recht schweißtreibend war.
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Bei den Drei Burgen
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Wir folgten dem Rundweg „Vignoble
et Chateaux“ ( 10.5 km, 370 hm, 3.5 Stunden ). Von oben genossen wir den
Ausblick auf Eguisheim, Colmar und die weite Ebene bis hin zum Schwarzwald, der
im Dunst schemenhaft zu erkennen war. Die anfängliche Bewölkung hatte sich
aufgelöst und die Sonne schien, während wir die drei Burgen erkundeten, eine
Mittagsvesper verspeisten und uns dann an den Abstieg über L’Abbaye de Marbach
machten. Dort verloren wir die Markierung des Weges, die manchmal etwas sparsam
verwendet wurde, die Orientierung für den Rückweg durch die Weinberge nach
Eguisheim war aber nicht schwierig.
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Blick auf Eguisheim von den Drei Burgen
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Den
heutigen Pfingstsonntag verbrachten wir größtenteils in Ruhe auf dem
Stellplatz. In der Nacht hatte es ein heftiges Gewitter und Platzregen gegeben
und auch für den heutigen 05. Juni war sehr wechselhafte Witterung gemeldet. So
suchten wir in aller Gemütlichkeit das Ziel für die nächsten Tage aus und
verfassten den Text für den blog, wobei wir tatsächlich immer wieder nach
drinnen fliehen mussten, denn das Wetter wechselte zwischen Wolkenbruch und
Sonnenschein beinahe im Minutentakt.
Gegen
Abend statteten wir Helen und Timothy in ihrer Craft Brewery noch einen Besuch
ab, schlürften ein Big Sur - ein Triple
Strong Ale – und nahmen für die Reise ein Sixpack der leckeren, ausschließlich
von Hand gemachten, Gerstensäfte mit.
Den heutigen
Abschluss bildete ein Abendessen im Caveau d´Eguisheim, ein traditionelles
Restaurant mit vielen leckeren heimischen Spezialitäten und hervorragenden
Weinen von den hiesigen Winzern.