17.05.2026 – 20.05.2026
Von Alex
Heute verließen wir den nördlichsten Punkt Dänemarks, um uns an der Ostseeseite, dem Kattegat, Richtung Kopenhagen zu hangeln. Hier im Kattegat, vor der Insel Anholt, ist Wal Timmy nun doch verendet, nachdem die aufwändige Rettungsaktion nichts gebracht hat. Laut neuesten Nachrichten wollen die Dänen den Kadaver zu wissenschaftlichen Zwecken nun doch untersuchen-so sei es!
Auf unserem Stellplatz auf dem Nordstrand
Campingplatz bei Frederikshaven
Das Wetter heute war sehr schön sonnig, nicht kalt und auch nicht windig. So machten wir auf der kurzen Fahrt nach Frederikshavn, wo wir uns einen ACSI 4 Sterne Campingplatz ausgesucht hatten, noch einen kleinen Zwischenstopp für eine Wanderung. Zwischen Skagen und Aalbæk gibt es ein ausgedehntes Dünengebiet mit zahlreichen alten Bunkern aus dem zweiten Weltkrieg und einigen Wanderwegen. Wir suchten uns eine ca. 8,5 km lange Tour aus und marschierten durch Wald und Dünen und genossen die Ruhe und das schöne Wetter. Die Bunkeranlagen waren alle verschlossen, so dass es in dieser Hinsicht nichts zu sehen gab. Zurück am WoMo vesperten wir ein Brotje und machten uns dann auf nach Frederikshavn, das wir nach einer halben Stunde erreicht hatten.
Festungsturm in Frederikshaven
Im Hafen von Frederikshaven
Der Platz war sehr schön und recht leer und von unserem Stellplatz waren es nur 3 Gehminuten bis zum Meer. Außerdem gab es ein Hallenbad, das ich am Nachmittag gleich mal ausprobierte, denn das Wetter hatte sich schon wieder eingetrübt. Der Pool war groß, warm und leer, sodass ich in Ruhe meine Bahnen ziehen konnte. Danach marschierten wir am späten Nachmittag und einer Tasse Kaffee nochmal los zur nahegelegen Marina mit einem Restaurant, das allerdings nur donnerstags bis sonntags und nur mittags geöffnet hat. Also hieß es für uns am Abend wieder im WoMo kochen. Es gab Kartoffel-Wurst-Auflauf aus dem Omnia, der, wie die meisten Omnia-Rezepte, prima schmeckte.
Am nächsten Tag erkundeten wir mit dem Fahrrad den Ort mit seinem großen Fährhafen, in den man allerdings nicht hinein kann. Sehr lange Gangways führen zu den riesigen Schiffen und um als Passagier z.B. auf die Fähre nach Göteborg zu gelangen muss man mehr als 6 Minuten Gehzeit einplanen! Frederikshavn entstand aus dem Fischerort Fladstrand und der legendäre Seefahrer Peter Wessel Tordenskiold (1690-1720) nutzte Fladstrand im großen nordischen Krieg als Flottenstützpunkt und führte von hier aus seinen erfolgreichen Ausfall gegen die Schweden. Ihm ist ein Denkmal in der Fußgängerzone errichtet worden.
Ansonsten hat der Ort nicht viel zu bieten. Allerdings fanden wir einen prima sortierten Fahrradladen und dort konnte Axel eine komplette Hinterradbremse erwerben, die tags zuvor ihren Geist aufgegeben hatte und ich fand einen neuen Sattel, da ich die zahlreichen Risse in meinem alten Gelsattel mit Tape kaum noch bändigen konnte.
Danach ließen wir uns recht schnell in dem Restaurant und Bryghus „Jerry´s“ nieder, das einem Amerikaner gehört und innen auch sehr an einen amerikanischen Diner erinnerte. Hier gab es leckere Burger und ein Bierchen für uns – leider waren die hauseigenen Biere fast alle alle. Da es mehr nicht zu tun gab, ging es zurück auf den Campingplatz und Axel reparierte gekonnt sein Rad.
Blick zur Insel Hirtsholm
Löffelreiher am Ostsee-Strand
Heute - am Dienstag - wollten wir eigentlich weiter an der Küste südwärts fahren, aber da der Platz toll, vor allem der Pool(!) und das Wetter geradezu herrlich war, verlängerten wir um einen Tag und nutzen die Zeit, um mal das WoMo (innen) und die Fahrräder zu putzen, Wäsche zu waschen und einfach in der Sonne zu sitzen. Beim Fahrradputz stellte Axel fest, dass zwei seiner Hinterradspeichen gebrochen waren. Also fuhr er flugs nach Frederikshavn in den Fahrradladen unseres Vertrauens und besorgte die nötigen Ersatzteile. Allerdings musste er dann erkennen, daß man die Hinterradspeichen nur dann austauschen kann, wenn man das Rad und die Kettenschaltung ausbaut. Eine Speiche konnten wir mit viel Gemurkse auch ohne Ausbau ersetzen, die zweite allerdings nicht. Das muss warten, bis wir wieder zu Hause sind. Am Nachmittag besorgten wir uns im nahe gelegenen Supermarkt alle Zutaten, inklusive Rotwein, für ein Spaghetti Essen und genossen das Abendessen zum ersten Mal auf dieser Reise im Freien sitzend!
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