27.04.2026 – 29.04.2026
Von Alex
Die kleine Stadt Tönning an der Eider war unser nächstes Ziel. Axel hatte gelesen, dass es ein kleiner, netter Ort mit Hafen ist, und dass es dort auch einige interessante Radtouren gibt.
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| Unser Stellplätz an der Eider |
Da es nur wenige Kilometer entfernt von Büsum ist waren wir schon am späten Vormittag dort und steuerten gezielt den Wohnmobilhafen „Eiderblick“ an, der seinem Namen alle Ehre machte. Ein kleiner Platz mit Self-Check-In und ca. 10 Stellplätzen mit direktem Blick auf die Eider und die dahinterliegende Marschlandschaft mit zugegebenermaßen zahllosen Windkraftanlagen! Platz Nr. 5 war dann auch sofort der unsrige und wir erfreuten uns zunächst mal an der tollen Aussicht.
Nachdem wir uns eingerichtet hatten und alles auf dem Platz erkundet hatten, marschierten wir los Richtung Hafen. Hier entdeckten wir sofort das imposante alte Packhaus aus roten Backsteinen, das vormals als Speicher diente. In dem einigermaßen große Hafen schaukeln heute allerdings keine Fischerboote mehr, sondern nur noch Freizeitkähne. Wir beendeten unsere Erkundungstour am Nationalpark Zentrum Multimar, das eine Erlebnisausstellung zum Thema Watt beherbergt. Auf den Wiesen davor kann man einige alte Schafrassen bewundern, die teilweise vom Aussterben bedroht sind, so z.B. das Jakobsschaf, das bis zu 4 Hörner trägt.
Am Hafen gönnten wir uns im Café Hafenblick ein spätes Mittagessen bestehend aus Schollenfilet mit Krabben für Alex und Labskaus-Rösti für Axel. Den Nachmittag verbrachten wir damit unseren schönen Ausblick zu genießen. Gegen Abend kam dann die Sonne durch die bisher graue Wolkendecke durch und das Licht wurde herrlich, sodass wir noch einen kleinen Spaziergang auf dem Deich Richtung Eidersperrwerk absolvierten, um dann in der „Alten Werft“ zum Abschluß des Tages einen Aperol zu schlürfen. Die Alte Werft war bis 2017 noch als Holzschiffswerft in Betrieb, die hauptsächlich Sportboote und Nachbildungen historischer Eiderschiffe baute. Aber auch ein Dreimastschoner von 40 Metern länge und 300 Bruttoregistertonnen lief dort vom Stapel. Heute ist es ein Bistro-Cafe und Biergarten.
In der Grachten-Stadt Friedrichstadt
Am nächsten Morgen strahlte die Sonne vom blauen Himmel und so beschlossen wir eine Radtour nach Friedrichstadt zu machen. Ebenfalls eine kleine Stadt zwischen Eider und Treene mit ansehnlichem Stadtkern geprägt durch niederländische Backsteinrenaissance-Bauten und Grachten, auf denen flache, längliche Ausflugsschiffe die Touristen durch die Kanäle schippern.
Auf dem Marktplatz von Friedrichstadt
Die Stadt wurde 1621 von Herzog Friedrich III. gegründet und mit niederländischen Bürgern, sog. Religionsflüchtlingen, besiedelt, weswegen die Stadt heute noch als Holländerstädtchen bezeichnet wird.
Auf dem weitläufigen Marktplatz von Friedrichstadt stellten wir dann erstmal unsere Fahrräder ab und erkundeten ein wenig den kleinen Ort. An einer der Grachten legten wir in der „Holländischen Stube“ eine Mittagspause ein und genossen in der Sonne kühles Bier und jeder einen Galloway-Hamburger mit Süßkartoffel-Fritten.
Das A-Team in der "Holländischen Stube"
Die Radtour war auf dem Hinweg ca. 25 Kilometer lang und die meiste Zeit hatten wir Rückenwind. Doch einmal verfuhren wir uns, weil ein Hinweisschild für Radler wohl in die falsche Richtung gedreht wurde und wir so einen Umweg von rund 5 Kilometern machten, bis wir den Irrweg als solchen erkannten. Die Rückfahrt verlief dann deutlich besser und kürzer, danke Google Maps, wobei wir zeitweise gegen einen immer noch kühlen und heftigen Gegenwind anstrampeln mussten. Am Abend im WoMo war ich dann auch recht froh um unsere Heizung und eine Wärmflasche für meinen schmerzenden Rücken.

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