Von Axel
Der Donnerstag war unser zweiter wanderfreier Tag. Acht Mitglieder unserer Gruppe, darunter Alex und ich, fuhren morgens mit dem Taxi an die Westküste, nach Los Gigantes, von wo um 11:00 Uhr eine Bootstour startete in die Gewässer zwischen Gomera und Teneriffa, wo wir Grindwale ( Pilotwale ) und Große Tümmler beobachten konnten. Alex war die erste, die einen sichtete, und wir konnten mehrere dieser Tiere in Ruhe beobachten und fotografieren.
| Whale Watching zwischen Gomera und Teneriffa |
Grindwale schlafen an der Oberfläche. Nachdem sie aufgewacht sind nehmen sie mehrere Atemzüge und nach dem letzten besonders tiefen Atemzug tauchen sie dann für etwa zwanzig Minuten ab.
| Die Los Gigantes Felsen |
Nach der Wal-Begegnung fuhr das Boot zurück zu den 600 m hohen Los Gigantes Felsen und ankerte direkt am Eingang zur Masca Schlucht, wo wir die Gelegenheit hatten schwimmen zu gehen und dann eine Paela mit Hühnchen und Getränken aus der Dose serviert bekamen.
| Zaungäste vor unserem Hotelzimmer |
Um 14:00 Uhr war das Boot zurück im Hafen und das Taxi brachte uns zurück nach Puerto de la Cruz.
| Orangenbäume |
Am Freitag ging es dann wieder um 09:00 Uhr los mit dem Bus zu unserer letzten Wanderung. Ziel war diesmal das Anaga-Gebirge, in dem immer noch Wolken hingen, wenngleich der Regen fast aufgehört hatte. Nach einem Café in einem Restaurant wanderten wir mit der 1-2-Stiefel-Gruppe los durch den üppigen Urwald. Der Kaffee war nötig gewesen, denn im Hotel waren beide Kaffee-Automaten kaputt gewesen und der Instant-Kaffee aus der Kanne war auch nicht der Brüller.
| Blick zur Südküste |
Lolo zeigte uns verschiedene Pflanzen, während wir über glitschige Pfade hinauf stiegen zu einem Aussichtspunkt, von dem wir zur Südküste und Santa Cruz blicken konnten. Weiter ging es durch den mystischen feuchten Wald, in dem Lorbeer-Bäume schräg gegen das aus Süden einfallende Licht wuchsen. An einem davon stieß ich mit den Kopf, da der Blick meistens nach unten gewandt war, um nicht auszurutschen. Sowohl Lolo als auch eine der Teilnehmerinnen kamen mal ins Rutschen, außer einer verstauchten Hand trugen wir aber keine weiteren Blessuren davon.
| Wandern im mystischen Lorbeer-Wald |
Auf dem Grat des Berges mit dem Lorbeerwald schlug uns dann die warme Luft aus Süden entgegen; das unterschiedliche Wetter hier auf beiden Hälften der Insel ist immer wieder beeindruckend zu erleben.
Auf dem Grat lag dann auch das Restaurant, in das wir mittags einkehrten, nachdem auch die andere Gruppe kurze Zeit später eingetroffen war. Es gab wieder vorzügliches Essen: Tomaten mit Avocados, Brot mit Aioli, gegrillter Ziegenkäse, kanarische Kartoffeln mit Mojo, Hühnchen auf getrockneten Baumflechten gegrillt, dazu ein sehr wohl schmeckender Rotwein, unserem Dornfelder nicht unähnlich, der halbe Liter zu 4,50 €.
| Die Straße durch die Felsen |
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| Ziegenkäse mit Mojo |
Am Abend um 19:00 Uhr trafen wir uns dann zu unserem Abschied nochmal in der Bar Terraza Taoro, und zur Endabrechnung: Lolo und Franzi hatten die Spesen für Wasserflaschen, Picknicks, Getränke beim Essen, Veranstaltungen usw. immer ausgelegt, später wurde dann alles in einem Topf auf Vertrauensbasis gesammelt. Wir überreichten einen Umschlag mit Trinkgeld und Babsi trug ein Gedicht vor, das die letzten Tage humvorvoll gut zusammenfasste.
| Letzter Blick auf den Teide |
Unser Flug ging am nächsten Tag um 13:30 Uhr, ein Taxi holte uns um 09:00 Uhr vom Hotel ab, gegen 21:00 Uhr waren wir dann wieder zu Hause.

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