Samstag, 18. April 2026

Dollart

 

13.4.2026-15.4.2026

Von Axel

Der Dollart ist die Bucht, wo die Ems in die Nordsee mündet. Im Norden liegt Deutschland, im Süden Holland. Aufmerksam geworden auf diese Region bin ich durch einen Artikel im Heft promobil 5/2026, in dem diese Region als weißer Fleck auf der Landkarte für Reisemobilisten bezeichnet wird, in dem sich deutsche und niederländische Einflüsse vermischen. Entstanden ist dieses riesige Flussdelta einst, als durch Fehden vernachlässigte Deiche brachen und das Land vom Meer verschlungen wurde.

Unser Stellplatz in Delfzijl

 

Wir machten uns auf den Weg nach Delfzijl, wo nach zweieinhalb-stündiger Fahrt ein praktischer Wohnmobil-Stellplatz mit großzügigen Stellplätzen und kleinem Sanitärhäuschen auf uns wartete. Wir hinterließen 2x15 Euro + 4x1,75 Euro Touri-Steuer in einem Umschlag und warfen diesen in die “Trust-Box”, denn wir wollten zwei Tage hier bleiben. Heute war es bewölkt mit etwas Regen am Abend und in der Nacht, aber für den nächsten Tag locket sonniges Wetter für eine Radtour durch das Emsland.

Wir spazierten durch Delfzijl, das außer einer großen Mühle und einer eher langweiligen Fußgängerzone nicht viel zu bieten hat. Hinter dem Deich war jede Menge flaches Wattenmeer zu sehen, im Süden zahlreiche Windräder und Hafenanlagen.

Termunterzijl

 

Am nächsten Tag, einem Dienstag, radelten wir los gen Süden auf dem Dollard-Radweg in das 12 km entfernte Örtchen Termunterzijl. Ein Großteil der Strecke führte an Industrieanlagen und Raffinerien vorbei, bis es dann wieder am Deich entlang in das kleine ehemalige Fischerdorf ging.

 

Spiegelei-Brodje "Nordic"

Im Café an den Hebebrücke

Wir waren vor zwölf Uhr da und kehrten in ein schmuckes Cafe ein direkt an einer Hebebrücke über einen Kanal gelegen. Dort machten wir Mittagspause mit alkoholfreiem Radler und Spiegeleier-Brodje “Nordisch” ( mit Räucherlachs ), was sehr lecker und liebevoll zubereitet war. Nach einem Espresso radelten wir auf Rat der netten Wirtin noch zum 3 km entfernten Dollart-Besucherzentrum, wo wir zwar keine Seehunde mit ihren Babies sehen konnten, dazu war es noch zu früh – die kommen erst im Mai. Dafür aber jede Menge Schafe mit ihren kleinen Lämmern.

 

Der Dollart

Um die vielen Industrieanlagen zu meiden und weil es noch früh am Tag war und das Wetter prima

(okay, wir hatten dann natürlich mit einem frischen Gegenwind zu kämpfen ), radelten wir einen Umweg zurück nach Delfzijl über Wagenborgen, an Kanälen und Weiden entlang, vorbei an mächtigen Windrädern, immer die richtige Nummer ansteuernd im holländischen Radwegenetz dieser Region: 95-91-86-62-84-82-89-87. Gegen 16:30 Uhr waren wir nach insgesamt 42 km Strampelei wieder zurück am Womo.

Nach einer Teepause gab es noch einen kurzen Spaziergang auf dem Deich entlang und dahinter wieder zurück zu unserer mobilen Heimat.

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