Montag, 14. September 2026

Herbstwanderwochen 2026 – 1. Wanderung auf den Gailtaler Höhenweg

 

Von Axel

2.9.2026 - 4.9.2026

🔼550 m 🔽550 m

Unsere diesjährigen Herbst-Wanderferien verbrachten wir in Österreich, erste Station war das Hotel Waldruhe in Kartitsch im Gailtal.

Wir waren tags zuvor 400 km zu unseren Freunden nach Freising bei München gefahren und von dort am nächsten Tag 300 km über die Inntal-Autobahn bis Kufstein und von dort über die Felberntauern-Strasse Richtung Lienz und ins Gailtal. 

Kartitsch

 

Unsere erste Wanderung am Freitag, den 4.9.2025, startete direkt Hotel aus, das vielleicht zweihundert Meter entfernt vom Ortszentrum liegt. Wir überquerten die Strasse und stiegen auf der anderen Seite auf dem Weg Nr. 10 alsbald recht steil hinauf, dann querten wir den Berg Richtung Dorfberg oberhalb von Obertiliach. Der Weg sollte uns direkt hinauf führen zum Höhenweg, wir verpassten aber einen Abzweig und wanderten weiter Richtung Obertiliach.

Unterhalb des Dorfbergs

 

Der Wald hier wie auch auf der anderen Seite des Tales sieht mittlerweise sehr trostlos aus. Großflächig sind die Fichten hier abgestorben wie im Harz und nur noch blanke Baumstümpfe ragen aus dem Boden heraus. Die Sonne schien den ganzen Tag warm und es bot sich wenig Schatten. Wir kamen an eine Forst-Baustelle, wo totes Holz mit Hilfe einer Winde aus dem Wald gezogen wurde und sich die Stämme und Äste mitten auf dem Weg stapelten, so dass wir das Hindernis überklettern mußten. Später erreichten wir dann den Weg Nr. 12, der vom Kartitscher Sattel heraufkam und erreichten nun endlich nach einer Mittagsrast den Gailtaler Höhenweg gleich unterhalb des Dorfbergs. Eigentlich hatten wir bis nach St. Oswald wandern wollen, waren aber nun zu weit nach Osten abgekommen, weswegen wir den Abstieg wieder über den Weg Nr. 10 wählten, den wir zuvor verpasst hatten.

Kunst am Wegesrand


Das Wasser wurde etwas knapp, da unsere Freunde die Verschlüsse ihrer Rucksack-Wasserbeutel vergessen hatten und nur eine kleine Flasche Wasser dabei hatten. Wir gerieten wieder in die Forst-Baustelle und als plötzlich die Winde mit zwei Baumstämmen auf uns zu kam wußten wir, daß wir ernsthaft in Gefahr waren. Auf Seile und Winde gut achtend stiegen wir dann weiter ab, machten uns bei den Forstmitarbeitern bemerkbar und erreichten dann eine Absperrung des Weges, der von oben allerdings nicht gesperrt worden waren. Kopfschüttelnd über den Leichtsinn der Österreicher setzten wir unseren Weg fort und erreichten um 16:00 Uhr wieder das Hotel.

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