Freitag, 18. September 2026

Herbstwanderwochen 2026 – Regentage

 

Von Axel

9.9.2026 – 10.9.2026

Am Mittwoch, kam der erwartete Wetterumschwung mit Regen und Kälte. Wir fuhren mit dem Auto nach Sillian zu Loacker, um beim dortigen Werksverkauf Süßigkeiten einzukaufen. Einige hundert andere Touristen hatten dieselbe Idee gehabt, um den Regentag irgendwie zu nutzen.

Auf der Burg Heinfels

 

Danach ging’s zur Burg Heinfels, wo wir an einer Führung teilnahmen, die um 12:30 Uhr begann und gut zwei Stunden dauerte. Die Führung begann im südöstlichen Turm, folgte dann der östlichen Mauer, dann ging es über den Festplatz in den Burghof mit Zisterne und auf das Kapellendach, wo die Tour endete. Wir stiegen noch hinauf auf den Bergfried und genossen die Aussicht von der Westmauer aus auf Sillian.

Modell der Burg Heinfels

 

Anhand eines Modells wurde uns mittels Bauklötzern in Form der verschiedenen Teile der Burg sehr anschaulich erläutert, wie sich die Burg über die Jahre veränderte: vom ersten Turm bis zur ersten Mauer und einer Kapelle, die auf ein Wohnhaus obendrauf gesetzt wurde, bevor später dann ausserhalb der Mauern eine weitere Kapelle errichtet wurde.

Blick durch die Schießscharte

 

Burg Heinfels ist die größte Burganlage Osttirols. Erbaut wurde der erste Turm 1210. Nach jahrhunderte langem Verfall wurde sie von 2016 bis 2020 aufwendig saniert und mit Treppen und Stegen modernisiert, um sie für Besucher zugänglich zu machen. Dabei wurden einige Funde zu Tage gefördert wie eine Speerspitze aus der Steinzeit und römische Münzen und Schmuckstücke, aber auch 16 Skelette von Menschen aus dem 10. bis 12. Jahrhundert, die hier auf dem Hügel bestattet wurden.

Erhaltene Gemälde in der Burgkapelle

 

Die Zisterne im Burghof ist 6 m tief und fasst 90.000 Liter Regenwasser. Dieses wurde durch seitlich aufgehäufte Gesteinsschichten gefiltert.

Die Burg ist heute im Besitz der Firma Loacker.

Am Donnerstag fuhren wir auf der Pustertaler Strasse nach Südtirol zur Schaukäserei Drei Zinnen bei Toblach, wo wir um 10:00 Uhr an einer Führung teilnahmen. Durch Glaswände konnten wir die Produktion sehen, wie Molke in Wannen gepumpt wurde, in denen sich Formen befanden, in denen dann der Käse Gestalt annahm. Alle Formen mußten von fleißigen Mitarbeitern gewendet werden, später kamen die Käse-Leiber in ein Salzbad, noch später dann in die Reife-Kammer, die wir auch besichtigen konnten.

Käseproduktion

 

Später im Bistro bestellten wir dann eine Käse-Platte, um die verschiedenen Käsesorten zu probieren.

Stangenkäse im Käselager

 

Die Sennerei Drei Zinnen wird von 150 Milchbauern beliefert, die zusammen etwa 2500 Milchkühe halten. In der Hochsaison, im Frühjahr, liefern diese bis zu 40.000 Liter Milch.

 

Am Toblacher See

 

Anschließend fuhren wir noch zum Toblacher See und wanderten um diesen herum, bevor es dann nach Lienz ging zur Obstbrennerei Kuenz, wo wir um 15:00 Uhr an einer Führung teilnahmen. Uns wurde die Brennerei gezeigt sowie das Fass-Lager für Whisky, der hier immer wieder mit dem Klang einer Glocke beschallt wird, die die Whisky-Fässer in Vibrationen versetzt, so dass die Aromen des Fasses besser in den Whisky übergehen.

In der Obstbrennerei

 

Nach der Führung ging es dann in den „Schnapsgarten“, eine Probierstube, wo wie vier Schnäpse probieren konnten: den alkoholreduzierten „Unholde“, einen Himbeer-Likör, einen Gin und einen Whisky.

Whisky-Fässer mit Glocke zur Beschallung

 

Durch den ewigen Stau bei Lienz fuhren wir am Abend wieder zurück nach Kartitsch.

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