Von
Axel
9.9.2026 – 10.9.2026
Am Mittwoch, kam der erwartete Wetterumschwung
mit Regen und Kälte. Wir fuhren mit dem Auto nach Sillian zu Loacker, um beim
dortigen Werksverkauf Süßigkeiten einzukaufen. Einige hundert andere Touristen
hatten dieselbe Idee gehabt, um den Regentag irgendwie zu nutzen.
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| Auf der Burg Heinfels |
Danach ging’s zur Burg Heinfels, wo wir an
einer Führung teilnahmen, die um 12:30 Uhr begann und gut zwei Stunden dauerte.
Die Führung begann im südöstlichen Turm, folgte dann der östlichen Mauer, dann
ging es über den Festplatz in den Burghof mit Zisterne und auf das
Kapellendach, wo die Tour endete. Wir stiegen noch hinauf auf den Bergfried und
genossen die Aussicht von der Westmauer aus auf Sillian.
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| Modell der Burg Heinfels |
Anhand eines Modells wurde uns mittels
Bauklötzern in Form der verschiedenen Teile der Burg sehr anschaulich
erläutert, wie sich die Burg über die Jahre veränderte: vom ersten Turm bis zur
ersten Mauer und einer Kapelle, die auf ein Wohnhaus obendrauf gesetzt wurde,
bevor später dann ausserhalb der Mauern eine weitere Kapelle errichtet wurde.
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| Blick durch die Schießscharte |
Burg Heinfels ist die größte Burganlage
Osttirols. Erbaut wurde der erste Turm 1210. Nach jahrhunderte langem Verfall
wurde sie von 2016 bis 2020 aufwendig saniert und mit Treppen und Stegen
modernisiert, um sie für Besucher zugänglich zu machen. Dabei wurden einige
Funde zu Tage gefördert wie eine Speerspitze aus der Steinzeit und römische
Münzen und Schmuckstücke, aber auch 16 Skelette von Menschen aus dem 10. bis
12. Jahrhundert, die hier auf dem Hügel bestattet wurden.
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| Erhaltene Gemälde in der Burgkapelle |
Die Zisterne im Burghof ist 6 m tief und fasst
90.000 Liter Regenwasser. Dieses wurde durch seitlich aufgehäufte
Gesteinsschichten gefiltert.
Die Burg ist heute im Besitz der Firma Loacker.
Am Donnerstag fuhren wir auf der Pustertaler
Strasse nach Südtirol zur Schaukäserei Drei Zinnen bei Toblach, wo wir um 10:00
Uhr an einer Führung teilnahmen. Durch Glaswände konnten wir die Produktion
sehen, wie Molke in Wannen gepumpt wurde, in denen sich Formen befanden, in
denen dann der Käse Gestalt annahm. Alle Formen mußten von fleißigen
Mitarbeitern gewendet werden, später kamen die Käse-Leiber in ein Salzbad, noch
später dann in die Reife-Kammer, die wir auch besichtigen konnten.
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| Käseproduktion |
Später im Bistro bestellten wir dann eine
Käse-Platte, um die verschiedenen Käsesorten zu probieren.
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| Stangenkäse im Käselager |
Die Sennerei Drei Zinnen wird von 150
Milchbauern beliefert, die zusammen etwa 2500 Milchkühe halten. In der
Hochsaison, im Frühjahr, liefern diese bis zu 40.000 Liter Milch.
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| Am Toblacher See |
Anschließend fuhren wir noch zum Toblacher See
und wanderten um diesen herum, bevor es dann nach Lienz ging zur Obstbrennerei
Kuenz, wo wir um 15:00 Uhr an einer Führung teilnahmen. Uns wurde die Brennerei
gezeigt sowie das Fass-Lager für Whisky, der hier immer wieder mit dem Klang
einer Glocke beschallt wird, die die Whisky-Fässer in Vibrationen versetzt, so
dass die Aromen des Fasses besser in den Whisky übergehen.
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| In der Obstbrennerei |
Nach der Führung ging es dann in den
„Schnapsgarten“, eine Probierstube, wo wie vier Schnäpse probieren konnten: den
alkoholreduzierten „Unholde“, einen Himbeer-Likör, einen Gin und einen Whisky.
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| Whisky-Fässer mit Glocke zur Beschallung |
Durch den ewigen Stau bei Lienz fuhren wir am
Abend wieder zurück nach Kartitsch.