Mittwoch, 3. Juni 2026

Kopenhagen

 

29.05.2026 – 01.06.2026

Von Axel

Als nächstes Reiseziel war Kopenhagen dran, das wir in weniger als einer Stunde Fahrzeit von Roskilde aus erreichen konnten. Unterwegs machten wir noch einen Stopp in einem Vorort, um uns mit Trinkwasser und Proviant einzudecken. Kurz nach 11:00 Uhr checkten wir ein auf dem WoMo-Stellplatz von Camperparking.dk in der Nähe der S-Bahn-Station Sydhaven, für den wir für die nächsten drei Nächte vorgebucht hatten. Hier gibt es ca. 40 Stellplätze, der Platz ist aber naturgemäß immer gut ausgelastet. Es gibt zwei Container, einer mit einer kleinen Küche und drei Duschen, der andere mit 4 Toiletten, alles sauber, liebevoll und zweckdienlich gestaltet. Reservierung und Check-In funktionierten tadellos, auch die Web-Seite ist erfrischend klar und übersichtlich. Der Preis pro Nacht: € 39 für 2 Personen inclusive Strom und Duschen – durchaus fair!

Die kleine Meerjungfrau von Kopenhagen

 

Am Freitag Nachmittag radelten wir erstmal die etwa 7 km bis ans andere Ende von Kopenhagen, wo die berühmte Kleine Meerjungfrau des Bildhauers Edvard Eriksen nach einem Märchen von Hans Christian Andersen zu sehen ist, das Wahrzeichen von Kopenhagen.

Am Nyhavn

 Wir staunten nicht schlecht über den wilden Radfahrer-Verkehr, an den man sich erstmal gewöhnen muß. Einige Regeln sind unerläßlich hier: Hand heben, wenn man stehen bleiben will, rechts fahren, beim Überholen zuerst über die linke Schulter gucken, Richtungsänderungen klar signalisieren, Ampeln ernst nehmen! 42 % der Kopenhagener benutzen das Fahrrad für den Weg zur Arbeit, und die sind flott unterwegs!

Home Of Carlsberg
Wir spazierten noch etwas an der Marina entlang, während sich der Himmel verdunkelte. Leider hatten wir die Wohnmobil-Luken offen gelassen, weswegen wir alsbald die Nerven verloren und die Rückfahrt antraten, als dann auch schon der Wind auffrischte und die ersten Regentropfen fielen.

So schlimm wurde es dann aber nicht und das WoMo blieb trocken.

Am Abend spazierten wir noch in den nahe gelegenen Südhafen, wo wir zwischen den Wohnhäusern direkt am Wasser ein Restaurant fanden, in dem es für unser Abendessen Fischfilets gab, endlich mal nicht paniert, lecker gekocht in einer sahnigen Soße mit Zwiebeln, Bohnen und orangenem Kaviar, ganz lecker, aber etwas wenig. Ein ausgedehnter Spaziergang führte uns dann anschließend über den Friedhof Vestre Kirkegård zum Home of Carlsberg, der ehemaligen Carlsberg-Brauerei, die mittlerweile ausgelagert wurde in die Stadt Fredericia in der Nähe von Flensburg. Dort gab’s noch ein schnelles Bier für uns, denn um 21:00 Uhr wurden wir rausgeschmissen und die Tore geschlossen.

 

Am Samstag radelten wir zum Tivoli-Vergnügungspark neben dem Hauptbahnhof, wo wir unsere Fahrräder parkten und am Rathaus vorbei durch die Fussgängerzone in die Innenstadt spazierten.

Brunnen auf dem Rathausplatz

 
Wachablösung am Schloss Amalienborg

Vor dem Guiness World
Record Museum

Um 12:00 Uhr sahen wir uns die Wachablösung beim Schloss Amalienborg an, die fast eine dreiviertel Stunde dauerte. Geschwächt von dem bisherigen Fussmarsch suchten wir ein Café der Kette „Vivaldi“ auf, die wir auch schon in Roskilde beehrt hatten, und ließen uns ein riesiges Bier und Raviolo gefüllt mit Pilzen und Trüffeln schmecken.

Gestärkt, aber umso müder, setzten wir unseren Fussmarsch fort, besuchten noch die „Marmorkirken“ mit ihrer kreisrunden Kuppel, folgten dann der Marina und querten noch rüber auf die Insel „Freistadt Christiania“, bevor wir dann den Rückweg zu unseren Fahrrädern antraten und zu unserem WoMo zurück radelten.

Am Sonntag radelten wir wieder zum Tivoli-Vergnügungspark und löhnten die 190 DKK Eintritt pro Person, um uns den relativ kleinen und alten Park anzuschauen, der natürlich nicht mit dem Europapark oder Disneyland konkurrieren kann, dennoch aber sehenswert ist; immerhin ist er einer der ältesten Vergnügungsparks der Welt (eröffnet 1843) und liegt mitten in einer Großstadt. Es gibt 37 verschiedene Restaurants und 23 Fahrgeschäfte. Letztere für uns nur zum Anschauen, denn für den „Ride Pass“ sind nochmal ~300 DKK fällig! Wir schlenderten also durch die Anlage, sahen uns eine Art Ballett-Slapstick um 13:30 Uhr an, kehrten dann ins lokale Bryghaus ein zum Mittagessen, gönnten uns in einem Café noch einen Kaffee und verließen den Park am Nachmittag, um nochmal kurz durch den Skulpturengarten der Carlsberg Glyptotek zu schlendern, bevor wir den Rückweg zum WoMo antraten.

Auf der Insel Christianshavn

 
Im Tivoli-Vergnügungpark

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