Mittwoch, 3. Juni 2026

Roskilde

 

27.06.2026 – 29.05.2026

Von Alex

Trotzdem uns Aarhus und der Campingplatz sehr gut gefallen haben zieht es uns heute dennoch weiter, denn wir haben bis zum geplanten Ende unserer Reise noch einiges vor.

Ankunft unserer Fähre nach Sjælland

 
Auf der Fähre nach Sjælland

👋 Bye Bye Aarhus 

Unser heutiges Ziel ist Roskilde auf der Insel Sjælland, wo sich auch Kopenhagen befindet. Hier wollten wir uns ein sehr interessantes Wikinger Museum ansehen und auch eine Bootstour auf einem nachgebauten Wikingerboot unternehmen. Da Sjælland, wie gesagt, eine Insel ist, hatten wir die Wahl die lange Strecke an der Küste entlang und dann über die Große-Bel-Brücke nach Fyn und nach Sjælland zu fahren oder von Aarhus aus mit der Fähre in 90 Minuten nach Yderby Lyng überzusetzen. Wir entschieden uns für die Mols Linie Schnellfähre und hatten bereits gestern für 13 Uhr das Ticket online gekauft, das umgerechnet 113€ kostete. Wir blieben bis 12 Uhr auf unserem schönen Campingplatz und nutzten hier noch alle Annehmlichkeiten, um dann zum Hafen zu fahren und bei herrlichem Sonnenschein und warmen Temperaturen auf unsere Fähre zu warten. In Lane 8 angekommen waren es nur noch 30 Minuten bis zur Abfahrt, die auch super pünktlich erfolgte. Problemlos wurden wir auf unseren Platz auf dem unteren Deck dirigiert und begaben uns dann umgehend auf das Passagierdeck. Im Innenbereich gab es ein kleines Bistro und einen Shop und ausreichend bequeme Sitzplätze, teilweise an Tischen. Der Außenbereich im Heck für Passagiere war allerdings recht klein und nur mit zwei Bänken ausgestattet, aber immerhin konnte man von dort das immer kleiner werdende Aarhus im Auge behalten. 

A-Team auf der Fähre nach Sjælland

 

Nach 45 Minuten Fahrzeit und wirklich ruhiger See gönnten wir uns im Innenbereich ein Sandwich und einen Saft und mussten dann auch schon bald wieder zu unserem WoMo und die Fähre verlassen. Der Landungspunkt der Fähre, Yderby Lyng, liegt auf einer Landzunge der Hauptinsel Dänemarks und von dort waren es dann ungefähr noch 60 Minuten Fahrzeit bis zu unserem Campingplatz in Roskilde am Roskilde Fjord. Nach einem kurzen Spaziergang in der Umgebung unseres Campingplatzes verputzten wir mal alle Reste, die von unseren Kochaktionen der letzten Tage übriggeblieben waren.

Unser Stellplatz bei Roskilde

 

Axel hatte bereits im Vorfeld die Tickets für das Museum Vikingeskibshallen und die Bootstour gebucht, so dass wir am heutigen Morgen keine Eile hatten.

 

Am Roskilde-Fjord

Gemütlich radelten wir in die Universitätsstadt mit ihrem Dom, der seit 1995 UNESCO Weltkulturerbe ist, einer alten Klosteranlage, einer recht langen Einkaufsstraße und dem Wikingermuseum mit eigener Werft, wo die Wikingerschiffe nachgebaut werden.

Dom zu Roskilde

Wikingerschiff-Nachbau

 
Original-Überrest eines Wikingerschiffs, 
ca. 1000 Jahre alt

Um 12 Uhr unternahmen wir dann einen ersten kurzen Streifzug durch die Museumsanlage, um uns pünktlich um 13 Uhr für unsere Bootstour einzufinden. Wir bekamen zunächst eine kurze Sicherheitseinweisung und Schwimmwesten und folgten sodann unserem Skipper Tyson zu dem handgefertigten, nordischen Holzboot mit Rudern und Segel. Nachdem alle im Boot ihren Platz gefunden hatten, wurde uns noch die Handhabung der langen Paddel erklärt sowie die Kommandos für das Backbord- und Steuerbord-Ruderteam, und dass wir zunächst alle zusammen das Boot aus dem Hafen rudern mussten, bevor wir dann auf dem Roskilde Fjord Segel setzen würden. Alles verlief reibungslos und wir hatten viel zu lachen, insbesondere bei dem kreuzen vor dem Wind und der Wende. Dabei mussten wir unserer Rolle als VIBs gerecht werden ( „Very intelligent balast“) und auf Kommando alle auf eine Seite des Bootes rutschen, um die Wende ordentlich zu bewerkstelligen.

 

Einweisung vor dem Ausflug mit dem
Wikingerboot

 

Rudern wie die Wikinger

Die „Crew“ musste dann auch tatkräftig mit anfassen, wenn das Segel gewendet oder die Ruder eingeholt werden mussten. Leider war der Törn nach einer Stunde schon wieder vorbei, aber ein echtes Erlebnis! Nun schauten wir uns in aller Ruhe die original Wikingerschiffe an, die man in Jahr 1962 in mühevoller Arbeit aus dem Fjord ausgegraben und rekonstruiert hatte. Um das Jahr 1000 wurden die Boote, von denen 5 geborgen werden konnten, als Sperre im Roskilde Fjord - 20 Kilometern von der Stadt entfernt - versenkt, um es unliebsamen Besuchern schwer zu machen die Stadt zu erreichen oder auch den Schiffsverkehr unter Kontrolle zu  halten. Die museumseigene Werft stellt nach alten Verfahren und mit alten Werkzeugen und Materialien Nachbauten der alten Wikingerschiffe her. Als Besucher hat man die Möglichkeit den Bootsbauern, Seilern und Zimmermannsleuten bei ihrer Arbeit zuzusehen. 

Wikingerschiff-Nachbauten im Hafen
des Wikingerschiff-Museums

 

Im Außenbereich des Museums kann man dann auch all die Schiffe bewundern, die bereits gebaut worden waren-alles super interessant.

Im nahegelegenen Cafe stärkten wir uns nach diesem ereignisreichen Nachmittag erstmal mit einem Cafe und Cookie, um dann noch mit dem Fahrrad ein paar Einkäufe zu erledigen, denn wir wollten am Abend kochen und nicht nochmal in die Stadt radeln. So gab es gegrillte BBQ Hühnerbrust mit Kartoffelgratin und Salat zum Abschluss eines wirklich lohnenswerten Stopps in Roskilde.

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