Montag, 8. Juni 2026

Odense

 

06.06.2026 – 08.06.2026

Von Alex

Unser letzter Halt in Dänemark ist Odense auf der Insel Fünen. Hier gibt es ein Hans Christian Andersen Museum und sein Geburtshaus zu besichtigen.

Auf der Storebælt-Brücke

 

Bevor wir dort anlangten ging es erstmal über die gut 13 km lange Storebælt-Brücke, die uns 645 DKK kostete für unser 7 m langes Wohnmobil.

Auf dem recht großen Campingplatz DCU Camping Odense ,ca. 4,5 km vom Stadtzentrum Odense entfernt, parkten wir auf Platz Nummer 320 – quasi direkt an einem kleinen Waldstück – auf einem großzügigen Stellplatz. Wir hatten für 2 Nächte gebucht, um uns in Ruhe das Museum ansehen zu können, was wir am folgenden Tag auch taten.

Radweg nach Odense

 

Wir radelten am Vormittag durch das Waldstück, vorbei am Zoo (wir sahen durch die Hecken zwei mächtige Tiger in ihrem Gehege und Kamela, auf dem Rückweg Schimpansen, die durch lautes Geschrei auf sich aufmerksam machten !) und durch den Grüngürtel von Odense entlang des Flusses zur Innenstadt, wo wir sogleich unsere Räder parkten, um das Centrum zu Fuß zu erkunden. Da Sonntag war gab es nicht allzu viel zu entdecken und die meisten Geschäfte hatten ohnehin geschlossen. Pünktlich um 12 Uhr standen wir am Ticketschalter vom H.C. Andersens Hus, denn wir hatten für diese Uhrzeit zwei Einlasskarten online gekauft. Nachdem wir uns mit einem gut funktionieren Audiosystem für die deutsche Übersetzung versorgt hatten ging es auf die Reise mit H.C. Andersen.

H.C. Andersens Hus

 Spiralförmig wurde man durch das Museum geleitet, das das gesamte Leben und Lebenswerk des Dichters auf unterschiedliche Arten darbot. Visuell konnte man anhand von Bilder, Skulpturen und dem Nachlass des Künstlers und den entsprechenden dazugehörigen Erklärungen sein Leben und Werk von der Geburt 1805 bis zu seinem Tod 1875 nachverfolgen. Dazu konnte man mit dem Audiosystem Infopunkte scannen und erhielt weitere Informationen und Erzählungen aus Sicht von Andersen, seiner Freunde und Wegbegleiter. Viele seiner Skripte, Bücher und Schreibutensilien konnte in Glasvitrinen bestaunt werden.

 

Matrazenturm für die
Prinzessin auf der Erbse

 

H.C. Andersen 

 

Er schrieb z.B. ca. 4500 reich illustrierte Seiten Tagebuch in seinem Leben! Natürlich kommen da noch die zahlreichen Märchen wie Hans im Glück, Die Prinzessin auf der Erbse und natürlich Die Kleine Meerjungfrau hinzu. Er schrieb Gedichte und war auch ein sehr begabter Scherenschnitt Künstler. Dazwischen gab es immer wieder herrlich gestaltete und mit eigenes für das Museum komponierter und arrangierte Musik untermalte Szenerie seiner Märchen. Alles in Allem also ein tolles, sehr sehenswertes und interessantes Museum der neuen Art. Abgerundet wurde der Besuch noch von der Besichtigung seines winzigen Elternhauses, wo er in sehr ärmlichen Verhältnissen aufwuchs, bis er mit 14 Jahren nach Kopenhagen ging, um Schauspieler zu werden.

Das Elternhaus von H.C. Andersen

 

Den Besuch in Odense beschlossen wir mit einem Besuch des Cafes Vivaldi, das wir schon aus Roskilde und Kopenhagen kannten, um uns mit einem kleinen Imbiss zu stärken.

Am Abend gab es im Wohnmobil dann die Reste von gestern: Wok-Hühnchen asiatisch mit Reis.

 

"To travel is to live"
H.C. Andersen

 

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