11.06.2026 – 12.06.2026
Von Alex
Einen kurzen Stopp von nur einer Nacht legten wir heute in Schleswig ein.
WoMo Stellplatz am Hafen direkt in der Stadt
Wir
wählten einen preiswerten Wohnmobilstellplatz am Hafen, der aber über
Sanitärcontainer verfügt und quasi direkt in der Stadt liegt. Als wir um kurz
nach 11 Uhr ankamen, war der Platz schon ziemlich belegt, aber wir fanden noch
einen passablen Platz in zweiter Reihe und waren es zufrieden.
Einige Stunden später suchten viele Wohnmobillisten umsonst den Platz nach einer freien Lücke ab. Mit soviel Andrang hatten wir jetzt nicht gerechnet.
Fischersiedlung Holm
Friedhof in Holm
Eigentlich wollten wir auch hier eine kleine ortsansässige Brauerei besuchen, aber vor Ort stellten wir fest, dass die Brauerei schon seit längerem geschlossen hat. So spazierten wir stattdessen durch die schöne Altstadt rund um den Dom, die aus einer Vielzahl kleiner, sehr hübscher Häuser besteht. Es handelt sich hierbei um die alte Fischersiedlung Holm, die malerisch an der Schlei liegt und die u.a. auch wegen der sehr gepflegten Häuser und Gärten bekannt ist. Sie entstand etwa um das Jahr 1000 auf einer kleinen Insel vor Schleswig, die bis 1933 nur durch eine Brücke mit dem Rest der Stadt verbunden war. Sie beheimatete vor allem Fischer, Handwerker und Handeltreibende. 1933 wurde der Seitenarm der Schlei trockengelegt und die Insel mit dem Festland verbunden. Holm bedeutet übrigens kleine Insel. Im Zentrum befindet sich ein alter Friedhof mit Friedhofskapelle, der 1650 entstand. Der Friedhof und die Kapelle sind ein Denkmal der letzten Totengilde Deutschlands-eine Sterbeversicherung auf Gegenseitigkeit. Sie wurde aus der Not heraus gegründet, als in den Jahren nach dem Dreißigjährigen Krieg viele verarmte und ausgehungerte Menschen an der Pest starben und nicht mehr ordentlich beerdigt werden konnten.
In einem ebenfalls sehr hübschen, winzigen Cafe mit tollen selbstgebackenen Torten und Kuchen legten wir eine Pause ein während die Sonne schien und wir draußen sitzen konnten.
Am Nachmittag warteten wir dann im WoMo einige heftige Regenschauer ab, bevor wir noch eine Runde durch die Stadt drehten und später dann am Hafen in einem Bistro für ein kleines Abendessen einkehrten.
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