Samstag, 26. September 2026

Herbstwanderwochen 2026 – 9. Wanderung auf dem Nassfeld

 

Von Axel

15.9.2026

🔼 160 m 🔽490 m

 

Für die nächsten vier Wanderungen hatte Hans einen einheimischen Wanderführer engagiert: Reini aus Hermagor. Unsere erste Wanderung fand auf dem Nassfeld statt, ein Sattel im Karnischen Hauptkamm, der das größtes Ski-Gebiet Kärnten ist. Entsprechend sieht es hier aus: zahlreiche Teerstrassen, Lifte und Seilbahnen durchziehen die Region, überall sieht man Hotels und im Sommer Baustellen. Entsprechend wenig attraktiv war unserer Meinung nach diese Region für Wanderer. Trotzdem einmal sehenswert, insbesondere natürlich auch die Aussicht von der 1918 m hohen Madritsche, die sich gleich hinter der Bergstation der Seilbahn erhebt; ein Gipfel, der sich in wenigen Minuten zu Fuß erreichen läßt.

Auf dem Nassfeld

 

Am Morgen waren wir mit zwei Kleinbussen und einem PKW zur Seilbahn bei Tröpolach gefahren, die Fahrt an zwei Zwischenstationen vorbei zur Bergstation dauerte 20-25 Minuten.

Blick zum Nassfeld-Pass und Gartnerkofel

 

Nachdem wir die Aussicht genossen hatten stiegen wir ab einem Sessellift folgend zum Nassfeld-Pass ( 1530 m ), über den man Italien erreicht. Hinter dem Pass ging es wieder ein kurzes Stück aufwärts zur Nassfeldkirche und dann weiter zur Watschiger Alm ( 1625 m ). 

Nassfeldkirche

 

Die Nassfeldkirche wurde 1916 zum Gedenken an 42 Soldaten errichtet, die bei einem Lawinenunglück ums Leben kamen. Nach dem ersten Weltkrieg stand die Kirche genau auf der Grenze zwischen Italien und Österreich und eine Anekdote, die uns Reini erzählte, besagt, dass die Italiener die Grenzsteine ein wenig in ihr Landesinnere verschoben, um sich nicht an den Kosten für die Kirche beteiligen zu müssen.

 

An der Watschiger Alm

Auf der Watschiger Alm wurden wir von einer rothaarigen Bedienung etwas ruppig begrüßt, die hier wohl auch ein etwas strengeres Regiment führt. Dennoch oder vielleicht deswegen war der Service flott und zufriedenstellend.

Nach der Mittagspause stiegen wir wieder ab zum Nassfeld-Pass und wanderten nun hinüber zur zweithöchsten Mittelstation der Seilbahn ( 1590 m ) , um von dort wieder ins Tal zu fahren.

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