Samstag, 14. Oktober 2023

Thale

 

04.10.2023- 07.10.2023 : Thale (Harz)

Von Axel

Am Mittwoch ging es weiter nach Thale im Harz, das wir nach ca. drei Stunden Fahrt erreichten und wo wir vor zwei Monaten unsere Wanderung auf dem Harzer Hexensteig beendeten. Wir wollten dort nochmal hin um auf den Hexentanzplatz zu wandern, zwischenzeitlich hatten wir aber erfahren, dass dieser z.Z. eine Baustelle war.

Überall Hexen
in Thale

In der Nähe des Klosters Wendhusen bezogen wir einen Stellplatz auf dem Campingplatz „Klostercamping“ und waren froh, einen Tag vorher per E-Mail reserviert zu haben, denn im Gegensatz zu dem Platz am Edersee war dieser hier vollständig belegt. Der Campingplatz ist super gut organisiert und wird von freundlichen Damen souverän verwaltet, die auch meine e-Mails prompt beantworteten. Alles ist gut ausgeschildert, einzige zwei Kritikpunkte: Frischwasser kann nur per Gießkanne getankt werden und WLAN ist kostenpflichtig.

Mit dem Fahrrad erledigten wir noch ein paar Einkäufe und warfen am Abend den Grill an, um zu den Resten unseres Kürbis-Auflaufs noch ein paar Hähnchenfilets zu grillen.

Am nächsten Tag wanderten wir zum Kurpark von Thale und von dort hinauf zur Rosstrappe, die dem Hexentanzplatz gegenüber liegt. Von einem gut mit Geländer gesicherten Felsen konnten wir von dort in die Schlucht des Bodetals hinab blicken, durch die uns im August die letzte Etappe des Harzer Hexensteigs führte.

Ein steiler mit einem Warnhinweis versehener Pfad ( „alpiner Klettersteig !“ ) führte uns dann hinab zur Bode und zum Gasthaus Königsruhe, wo wir zur Mittagsrast einkehrten und uns mit Bier und Wildgulasch stärkten.

Aussichtspunkt Rosstrappe

 

Am Freitag fuhren wir mit dem Bus nach Blankenburg und wanderten auf dem 17 km langen Teufelsmauer-Steig zurück nach Thale über Timmerrode, Warnstedt und den Felsformationen bei Weddersleben. In Blankenburg ging es auf dem „Kammweg“ gleich hinauf auf die erste Teufelsmauer und über Felsen weiter in Richtung Timmerrode, wo wir an den „Drei Zinnen“, auch genannt „Hamburger Wappen“, unsere mitgebrachten Sandwiches verzehrten. Die nächsten 4 km waren etwas öde und führten schnurstracks über einen Radweg durch Felder nach Warnstedt. Dort wanderten wir vorbei an einer alten Mühle zur nächsten Teufelsmauer. Vorbei an beeindruckenden Felstürmen ging es hinunter zur Bode und dieser folgend zurück nach Thale.

"Drei Zinnen" bei Timmerrode

 

Nach einer Dusche spazierten wir noch zum Gasthaus „Forelle Thale“, denn zum Kochen waren wir heute Abend zu müde.

Edersee

 

von Alex

01.10.2023-04.10.2023: Edersee

Um diesen Herbst noch etwas genießen zu können, holten wir das Wohnmobil wieder mal aus der Scheune, packten ein und fuhren los Richtung Norden. Ich würde gern mal wieder an die Nordsee, aber zunächst machten wir am Edersee halt. Axel hatte einen Stellplatz in Affoldern, am Affolderner See, der ein Teil des Edersees ist, ausgesucht und dort standen wir direkt hinterm Damm und waren auch so ziemlich die einzigen Gäste auf dem recht naturnahen Platz.

Unser Stellplatz am Edersee

 

Gleich nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten schnappten wir die Fahrräder und radelten am See entlang auf einem schönen Radweg Richtung Staumauer. Leider war das letzte Straßenstück doch recht steil, sodass ich mein Uraltrad schieben musste. Wir besorgten uns im noch offenen Touristeninfocenter Wander- und Radkarten und machten dann einen Spaziergang über die Edertalsperre auf die Ostseite. 

Edersee Staumauer

1943 wurde die Talsperre von den Alliierten (Operation Chastise der Royal Air Force) bombardiert und sehr stark beschädigt. Die darauf folgende Flutwelle kostet mehr als 2400 Menschen das Leben. Danach wurden von den Deutschen 2000 Zwangsarbeiter an die Talsperre beordert, um diese wieder aufzubauen. 40 Meter unter der Wasseroberfläche ist die Staumauer 36 Meter dick und dahinter befinden sich ca. 200 Millionen Kubikmeter Wasser.

Edersee-Staumauer beleuchtet bei Nacht

 

In einem der zahlreichen Restaurants an der Staumauer ließen wir uns ein spätes Abendessen schmecken, bestaunten dann noch die farbig angestrahlte Staumauer und radelten im Dunkeln zurück zum Stellplatz, wobei ich bei dem Versuch mein Vorderlicht besser einzustellen, dieses abbrach.-zu dumm. Mit Hansaplatz notdürftig geflickt, tat es dann doch noch seinen Dienst.

Schloß Waldeck am Edersee

 

Am nächsten Tag, das Wetter war immer noch sonnig und recht warm, radelten wir erneut zum Stausee und wanderten von dort nach Waldeck und zum Schloss Waldeck. Auf dem Hinweg fanden wir den Einstieg zum Kellerwaldsteig leider nicht und mussten an der Straße entlang marschieren. Aber von dort hatte man stets freien Blick auf den See und die zahlreichen Schiffe und Boote.

Waldeck selbst liegt sehr hoch über dem See auf einem Berg und ist recht hübsch anzuschauen.

Auf Schloß Waldeck

 

Da wir schon eine zeitlang unterwegs waren, und somit durstig und hungrig, machten wir erstmal auf der Terrasse mit Weitblick eines kleinen, italienischen Restaurants Mittagspause und ließen uns Nudeln, Salat, Pizzabrot und Aperol Spritz gut schmecken.

Bevor wir den Rückweg antraten, jetzt auf dem Kellerwaldsteig!, schauten wir uns noch die Höhenburg Schloss Waldeck aus dem 12. Jahrhundert an, die vollständig und sehr gut erhalten ist. Sie war später Residenz der Grafen von Waldeck und diente im Laufe der Zeit als Festung, Kaserne und Zuchthaus.

 

Auf dem Goldgräberpfad

Da am Dienstag für den Nachmittag Regenschauer gemeldet waren, machten wir uns nach einem gemütlichen Frühstück im WoMo zu Fuß auf den 7,5 km langen Goldgräberpfad im Nationalpark Kellerwald. Der historische Pfad der Goldgräber führt zu dem Berg Rabenstein, wo Eisenerz abgebaut und nach Affoldern gebracht wurde, um das Gold zu gewinnen.


 Noch rechtzeitig vor dem großen Regengebiet waren wir zurück im WoMo und bedauerten die Wanderer und Radfahrer, die sich bei dem einsetzenden Sturm und starkem Regen über den Damm kämpfen mussten.

Kürbisauflauf mit Blauschimmelkäse im Omnia

 

Axel hatte für heute ein neues Rezept für den Omnia Backofen ausgesucht, bestehend aus Kürbis mit Blauschimmelkäse, Schmand und dazu Pellkartoffeln-lecker und genau richtig für einen regnerischen Abend.

 

Donnerstag, 28. September 2023

Wandern in den Sextner Dolomiten

von Axel

Vom 17. bis 23. Semptember waren wir in Sexten und wohnten dort im sehr luxuriösen Berghotel, um an einer Hans Kammerlander Wanderwoche teilzunehmen, wie schon vor zwei Jahren - der sogenannten "Herbstschmankerl" Woche, bei der es um gemütliches Wandern und Genießen geht.

Aufstieg auf den Helm

 

Unsere erste Wanderung am Montag  mit der Hans Kammerlander Wandergruppe führte von der Helm Bergstation auf den Helm, Abstieg über Silianer Hütte und Klammbach-Hütte. 400 m 🔼, 1100 m 🔽. Wir wanderten auf dem Karnischen Höhenweg - mit einem Bein in Österreich, mit dem anderen in Italien Südtirol.

Drei-Zinnen-Blick vom Strudelkopf

 

Am Dienstag gab es eine leichte Wanderung von der Plätzwiese auf den Strudelkopf mit herrlichem Ausblick auf die Drei Zinnen. Abstieg über Dürrenstein- Hütte. 200 m 🔼🔽 Die Wettervorhersage war eher schlecht gewesen, aber als wir auf der Plätzwiese waren riß der Himmel komplett auf und es wurde sehr sonnig.

Drei Zinnen Hütte

 

Am Mittwoch waren wir mit der Hans Kammerlander Gruppe fleißig und sind vom Fischleinboden aufgestiegen zur Drei-Zinnen-Hütte (2405 m). 945 m 🔼🔽. Es war bewölkt und die Spitzen der Drei Zinnen in Wolken.

Unterwegs zu den Rotwandwiesen

 

Am Donnerstag sind wir mit dem Bus zum Kreuzbergpass gefahren und von dort zu den Rotwandwiesen gewandert. Mittagsrast gab's in der Rudi-Hütte, dann stiegen wir ab nach Moos bei Sexten. 400 m 🔼, 660 m 🔽. Das Wetter war recht gut, während der Mittagsrast vor der Hütte schien die Sonne.

Holzschnitzerei bei der Rudi-Hütte

 

Der Freitag war komplett verregnet, mehr als ein kurzer Spaziergang vom  Kreuzbergpass zur Nemes-Alm war nicht drin. Immerhin: der Zirpenschnaps dort hat geschmeckt. 240 m 🔼🔽 

Unterhalb der Nemes Alm

 

Und schon hieß es Abschied nehmen von Hans und Rosi mit der Hoffnung, daß wir uns nächstes Jahr alle gesund wieder sehen.

Mit unseren Freunden fuhren wir am Samstag nach Zolling bei München, wo wir nochmal übernachteten, bevor es auch für uns nach Hause ging.