15.06.2023-17.06.2023:
Nantes
Von Alex
Nachdem wir uns von der anstrengenden
Anreise auf die Ile de Ré erstmal erholt hatten, fanden wir die zwei
Tage hier so schön, dass uns der Abschied doch ein wenig schwer
viel. Und so „versüßten“ wir uns die Abreise mit ein paar
Flaschen Wein von der Insel - einem Chardonnay, einem Rotwein sowie
einer Flasche Champus! Der Wein schmeckt hier sehr interessant, denn
der Boden und die Luft sind doch komplett anders, als man es von zu
Hause gewohnt ist.
 |
Schloß der Herzöge in Nantes
|
Nun sind wir bereits wieder auf dem
Festland in der östlichen Bretagne in Nantes an der Loire angekommen
und werden morgen die Stadt auskundschaften.
 |
Kathedrale von Nantes
|
Bei bedecktem Himmel, was recht
angenehm war, radelten wir entlang der Loire in die Innenstadt von
Nantes, wo wir der „Green Line“ folgen wollten. Ein
Stadtrundgang, der entlang einer grünen Markierung durch die Stadt
und zu deren Sehenswürdigkeiten führen soll.
 |
"Die grüne Linie" in Nantes ist zwar eine prima Idee, die Ausführung teilweise aber schlamping.
|
Aber zunächst fuhren
wir vom Campingplatz aus komplett in die falsche Richtung wegen
fehlender Hinweisschilder für Radfahrer. Aber dann klappte es doch
und wir kamen am Place du pont Morand an, wo wir begannen der grünen
Linie zu folgen, denn wir wollten als Nächstes das Chateau des Ducs
de Bretange besichtigen. Leider verschwand die grüne Linie auf dem
Boden recht schnell unter einem Bauzaun und war auch nicht mehr
auffindbar. So suchten wir uns den Weg zum Chateau anhand des
Stadtplans dann eben selbst. Im Tourismusbüro erhielten wir dann
noch ein paar Hinweise und Tipps zu den Sehenswürdigkeiten bevor wir
dann einen Rundgang durch das Chateau unternahmen, was kostenlos ist.
Hier fanden wir dann auch die grüne Linie wieder und folgten ihr
Richtung Jardin des Plantes, den wir uns näher anschauen wollte.
Doch am Gare de Nantes endete die grüne Linie unvermittelt und war
wiederum nicht auffindbar, denn da wo sie sein sollte war eine
riesige Baustelle eingerichtet worden. Wir gaben also den Plan mit
dem „geführten Stadtrundgang“ nun ganz auf und marschierten quer
durch die Stadt zur Cathedrale St.Pierre St. Paul.
Die Idee mit der grünen Linie fanden
wir eigentlich recht gut, allerdings war die Umsetzung eher
mangelhaft. Also schlenderten wir frei Schnauze durch die Altstadt,
aßen einen Crepe und machten uns dann auf den Weg zum Parc des
Chantiers.
Hier erwartet den Besucher ein ganz
außergewöhnliches Kunstprojekt.
 |
Der mechanische Elefant von Nantes
|
Auf dem Gelände der ehemaligen
Schiffswerften von Nantes befinden sich die „Machines de l´île“
als ein Kunstprojekt von François Delarozière und Pierre Orefice.
Es besteht aus drei unterschiedlichen
Attraktionen: der Galerie, dem Großen Elefanten und dem Karussell.
Dieses atemberaubende Projekt lässt die imaginäre Welt von Jules
Verne, das mechanische Universum von Leonardo da Vinci und die
industrielle Geschichte Nantes zu einem harmonischen Ganzen
verschmelzen.
Mit 12 Metern Höhe
ist der Große Elefant das größte Objekt. In der 40 Tonnen
schweren, beweglichen Konstruktion finden bis zu 50 Personen Platz.
Im Inneren des Elefantenbauches sind das Räderwerk und die
Beinbewegungen zu sehen. Er wird von einem Fahrer gesteuert und tapst
im Schneckentempo übers Gelände, wobei er hin und wieder kleine
Wasserfontänen in die Menge versprüht-sehr zur Freude der
zahlreichen Kinder.
 |
Die schiefen Häuser von Nantes
|
Auf dem Rückweg zu
unseren Fahrrädern kamen wir dann noch an den schiefen Häusern der
Île Feydeau vorbei. Die Häuser neigen sich hier bedenklich auf die
Seite, fallen aber nicht um, da sie sich gegenseitig stützen. Die
Île Feydeau ist eine ehemalige Insel in der Loire im Zentrum von
Nantes. Nachdem der Fluss in den 1930er-Jahren zugeschüttet wurde,
war sie keine Insel mehr, aber ihr früherer Zustand ist auf den
Plänen von Nantes immer noch deutlich zu erkennen, und der Name
„Insel“ wurde im allgemeinen Sprachgebrauch beibehalten. Die
Veränderung des Untergrundes führte zu dem heutigen Schiefstand der
Häuser.
Den heutigen Tag
beschlossen wir in einem deutschen Biergarten in der Nähe unseres
Stellplatzes mit deutschem Bier und Buletten.